Ältere mit den richtigen Maßnahmen im Arbeitsmarkt halten

WKÖ-Gleitsmann: Lohnnebenkosten für ältere Mitarbeiter senken!

Wein (OTS/PWK278) - "Der von Sozialminister Rudolf Hundstorfer und dem AMS angekündigte Weg, in der künftigen Arbeitsmarktpolitik einen Schwerpunkt bei den Älteren zu setzen, ist grundsätzlich positiv", sagt Martin Gleitsmann, Sozialpolitikexperte der Wirtschaftskammer Österreich, in einer ersten Reaktion. Er fügt jedoch hinzu, dass eine Beschäftigungsgarantie ähnlich der Jugendgarantie eine sehr teure Maßnahme ist. "Den Grundstein für diesen besonderen Schwerpunkt auf Ältere haben die Sozialpartner bereits 2011 im sogenannten Bad-Ischl-Papier gelegt, und eine Reihe von Vorschlägen zur Hebung der Beschäftigungsquote Älterer gemacht," weist Martin Gleitsmann auf die wichtige Rolle der Sozialpartner in diesem Prozess hin und erwähnt weiters: "Die Sozialpartner wollen ein neues Bonus-Malus-Modell erarbeiten. Eine Bedingung der Wirtschaftskammer in diesem Zusammenhang ist jedoch, dass gleichzeitig die Auflösungsabgabe wegfällt. Denn diese belastet die Wirtschaft, ohne in Wahrheit steuernd auf den Arbeitsmarkt einzuwirken."

"Bedauerlicherweise wurde in letzter Zeit gerade für ältere Beschäftigte die Arbeit verteuert. Dies ist der falsche Weg gewesen, um ältere Beschäftigte zu halten. Deshalb sollten alle Bemühungen daran gesetzt werden, die Lohnnebenkosten zu senken," kritisiert Martin Gleitsmann die Rücknahme der Befreiung bei den Lohnnebenkosten für ältere Mitarbeiter, die in den letzten Jahren schrittweise vorgenommen wurde: "Es braucht verstärkt Anreize zur Beschäftigung Älterer auf dem ersten Arbeitsmarkt." Der angekündigte Ausbau des zweiten Arbeitsmarkts wird von der Wirtschaftskammer dagegen kritisch gesehen. Gleitsmann: "Die Eingliederungsbeihilfe des AMS ist zweifellos das wirksamste und günstigste Mittel, um arbeitssuchende ältere Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen. Die dafür eingesetzten Mittel rechnen sich bereits nach einem Jahr und bringen danach dem Staat schon mehr Einnahmen als sie gekostet haben."

"Wichtig wird es sein, das Ziel "REHA vor Pension" konsequent zu verfolgen und alles zu unternehmen die Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen statt in den Ruhestand. Die Betriebe brauchen gerade auch hier die notwendige Unterstützung, um gesundheitlich beeinträchtigte Menschen wieder in die Arbeitswelt integrieren zu können. Mit dem Projekt proFitness (www.proFitness.at) leistet die Wirtschaftskammer einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter," weist Martin Gleitsmann hin. (RH)

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