KV Chemische Industrie: 350 BetriebsrätInnen fassen Streikbeschluss

Nächster Verhandlungstermin am 3. Mai, bei Scheitern droht Streik

Wien (OTS/ÖGB) - Knapp 350 BetriebsrätInnen der Chemischen Industrie fassten bei der heutigen Konferenz im Austria Center Vienna einen einstimmigen Streikbeschluss, für den Fall, dass auch in der vierten Verhandlungsrunde am 3. Mai kein Abschluss für die rund 45.000 Beschäftigten der chemischen Industrie erzielt werden kann. "Wir fordern mit voller Unterstützung unserer BetriebsrätInnen die Arbeitgeber auf, ein deutlich verbessertes Angebot zu machen, dass der ausgesprochen positiven wirtschaftlichen Lage Rechnung trägt", so die beiden Verhandlungsleiter der Gewerkschaften Alfred Artmäuer, Stellvertretender Bundesvorsitzender der PRO-GE und Roman Krenn, Wirtschaftsbereichssekretär in der GPA-djp. ++++

Nachdem in drei Verhandlungsrunden für die rund 45.000 Beschäftigten der chemischen Industrie bisher weder bei der Lohn- und Gehaltserhöhung noch beim Rahmenrecht eine abschlussfähige Annäherungen erzielt werden konnte, beschlossen die BetriebsrätInnen heute eine Resolution über die weitere Vorgehensweise: Bei einem Scheitern der Verhandlungen am 3. Mai sind die Beschäftigten und BetriebsrätInnen "zu allen weiteren betrieblichen und überbetrieblichen Maßnahmen bereit, um die Forderungen der ArbeitnehmerInnen durchzusetzen."

"Es ist schlicht ungerecht, dass die Unternehmen seit Jahren beste Ergebnisse einfahren und den Beschäftigten keine entsprechende Erhöhung geboten wird, welche dem Erfolg der Branche entspricht", sind sich Artmäuer und Krenn einig.

"Von den Erfolgen müssen auch diejenigen profitieren, die sie erwirtschaftet haben. Wir werden die Beschäftigten bei allen Aktivitäten unterstützen, bis wir ein ordentliches Verhandlungsergebnis erzielen. Wir sind bereit, alle dafür nötigen Maßnahmen zu ergreifen", betonen Artmäuer und Krenn.

Am 25. April wurde die dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis abgebrochen. Erst gestern waren die Arbeitgeber bereit, einen weiteren Verhandlungstermin anzubieten. Die Lohn- und Gehaltsforderung der Gewerkschaften liegen bei 3,6 Prozent. Im Rahmenrecht wird eine Wahlmöglichkeit bei der Abgeltung von Überstunden und dem Jubiläumsgeld auf Bezahlung oder Zeitausgleich sowie Besserstellungen beim Jubiläumsgeld und der Reisezeitregelungen gefordert. Das Angebot der Arbeitgeber liegt mit 3 Prozent weit unter den Erwartungen der Beschäftigten. "Nun liegt es an den Arbeitgebern, ein faires Angebot zu legen. Die Streikfreigabe vom ÖGB-Vorstand wird in den nächsten Stunden beantragt", so Artmäuer und Krenn abschließend.

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