Tag der Arbeit - Bayr fordert verbindliche Arbeitsrechte auf globaler Ebene

Arbeitsrechte weltumspannend einhalten - Unternehmen in die Pflicht nehmen, Arbeitsrechte zu stärken

Wien (OTS/SK) - Zum Tag der Arbeit am 1. Mai fordert Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ, Arbeitsrechte weltweit zu stärken: "In vielen Ländern der Welt sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vollkommen schutz- und rechtlos. Oft werden nicht einmal die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten, die alleine ohnehin viel zu wenig sind. Wir müssen Unternehmen weltweit in die Pflicht nehmen, Arbeitsrechte international gesetzlich verankern und deren Umsetzung sichern." Die Kernarbeitsnormen der ILO basieren auf vier Prinzipien:
der Vereinigungsfreiheit und dem Recht auf Kollektivverhandlungen, der Beseitigung von Zwangsarbeit, der Abschaffung der Kinderarbeit und dem Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf. ****

Auf Ebene der Vereinten Nationen bemüht sich der Global Compact um Spielregeln für Unternehmen, die auch Arbeitsrechte stärken sollen. Mehr als 10.000 Unternehmen aus über 130 Ländern haben auf freiwilliger Basis zugesagt, zehn wichtige arbeitsbezogene Grundrechte in ihren Tätigkeiten zu respektieren. Diese sollen Menschen- und Arbeitsrechte sichern, die Umwelt nicht weiter zerstören und Korruption eine klare Absage erteilen. Bayr kritisiert aber die Freiwilligkeit des Global Compacts: "Die Vereinten Nationen können mehr, als nur den großen Unternehmen das CSR-Feigenblatt zu halten. Das weltweit größte Programm zur Einhaltung der Arbeitsrechte muss verbindlich werden und darf sich nicht als Marketinggag missbrauchen lassen. Auch, wenn es langwierig und mühsam ist: Hier muss auf UN-Ebene weiter verhandelt werden, um Verbindlichkeiten zu erreichen!" Am 1. Mai werden zu Recht die Erfolge auf dem österreichischen Arbeitsmarkt gefeiert, international gebe "es aber noch viel zu tun", betont Bayr. (Schluss) bj/mp

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