Kaske fordert Arbeit mit Zukunft

Wien (OTS) - "Arbeit mit Zukunft", fordert AK Präsident Rudi Kaske anlässlich des 1. Mai: "Dazu zählt, dass Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden und darauf geachtet wird, dass Arbeit nicht krank macht. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit muss konsequent weitergeführt werden - auf nationaler Ebene genauso wie auf europäischer. Besonders gegenüber den Jungen müssen wir Verantwortung zeigen. Wir müssen ihnen die Chancen auf eine gute Zukunft wahren."

Wirtschaft gefordert
Insbesondere ältere ArbeitnehmerInnen haben auf dem Arbeitsmarkt schlechte Karten. Kaske begrüßt, dass die Arbeitsmarktpolitik gezielte Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit Älterer ins Auge gefasst hat. "Wirklichen Erfolg gibt es aber nur, wenn auch die Wirt-schaft und die Unternehmen mit an einem Strang ziehen und auch längeres Arbeiten möglich macht: mit altersgerechten Arbeitsplätzen, gesunden Arbeitsbedingungen und der Bereitschaft ältere Arbeitnehmer auch tatsächlich zu beschäftigen, statt sich, wie leider üblich, von den Älteren zu trennen. Das werden wir aber ohne ein Bonus-Malus-System nicht erreichen", sagt Kaske.

Frauen sind heute gut ausgebildet und auf dem Arbeitsmarkt integriert. Trotzdem erhalten sie für gleichwertige Arbeit immer noch nicht den gleichen Lohn wie Männer. Mit den Gehaltsangaben in Stelleninseraten erhalten Frauen heute zwar eine Orientierung, was in einer Branche bezahlt wird. Es braucht aber auch mehr Frauenförderung in den Unternehmen: Die Wirtschaft kann nicht auf das weibliche Potenzial in den Unternehmen verzichten.

EU-Beschäftigungspaket und Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit Rekordarbeitslosigkeit in Europa, sechs Millionen Junge ohne Arbeit -endlich reagiert die EU mit einem Beschäftigungspaket. Für Kaske wird entscheidend sein, wie rasch und konsequent die EU ihre Initiativen umsetzen und vorantreiben wird. "Mit einer Politik des Sparens und des Sozialabbaus wird das nicht funktionieren", warnt Kaske und verlangt insbesondere eine Fokussierung der Politik auf die europaweite Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit: "Wenn sich die EU ernst nimmt, darf sie nicht zulassen, dass - wie in manchen Regionen - jeder zweite Jugendliche ohne Arbeit und ohne Perspektive bleibt. Daher braucht es sehr viel mehr Einsatz für den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit, nur so hat Europa eine gute und eine soziale Zukunft."

Beschäftigung und Wachstum fördern
Die Steuereinnahmen Österreichs haben sich heuer sogar besser entwickelt, als man das ursprünglich angenommen hat. Während die Arbeitslosigkeit in anderen Ländern dramatisch angestiegen ist und die Jugendarbeitslosigkeit in einigen Ländern bereits erschreckende Ausmaße angenommen, steht Österreich gut da. Aber: "Dass es Österreich vergleichsweise gut geht, hilft dem einzelnen Arbeitslosen hierzulande nicht. Deshalb sollte jetzt in Beschäftigung und Wachstum investiert werden", sagt Kaske. Dafür sind der Ausbau von Kinderbetreuung und Pflege, regionale Arbeitsmarktinitiativen und die Ausweitung des sozialen Wohnbaus besonders gut geeignet: "Solche Maßnahmen haben einen doppelten Nutzen: Die Leute brauchen sie dringend, sie sind nachhaltig und es entstehen besonders viele Arbeitsplätze."

Österreichische ArbeitnehmerInnen leisten Hervorragendes
In der EU liegt Österreich bei der Arbeitsproduktivität pro Beschäftigtem mit Platz vier im absoluten Spitzenfeld und weit vor Ländern wie etwa Deutschland. In den letzten 20 Jahren ist die Arbeitsproduktivität in Österreich um über 36 Prozent gestiegen. "Leistungen der Beschäftigten schlecht zu reden ist ungerecht", sagt Kaske. Zur Fairness in der Arbeitswelt gehören mehr als nur der pünktlich bezahlte Lohn und die Abgeltung von Mehr- und Überstundenleistungen. Dazu zählen auch gute Arbeitsbedingungen, alternsgerechte Arbeitsplätze und ein gerechter Anteil am Produktivitätszuwachs der Unternehmen.

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