FPÖ-Mölzer: Sparen allein kann Eurokrise nicht beheben, weil Ursachen bestehen bleiben

Euro erweist sich immer mehr als Fehlkonstruktion - Kardinalfrage ist nicht, wie viel gespart werden soll, sondern welche Staaten in der Eurozone bleiben sollen

Wien (OTS) - Wenn EU-Sozialkommissar Laszlo Andor Deutschland wegen seiner Exportüberschüsse kritisiert dann sei dies entschieden abzulehnen, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Offenbar soll die Eurokrise dadurch gelöst, indem Mitgliedstaaten ihr Erfolgsmodell aufgeben. Geht es nach der Hoch-Eurokratie, sollen am Ende alle Euro-Länder vor dem wirtschaftlichen Abgrund stehen", kritisierte Mölzer.

Zur laufenden Diskussion, wieviel Sparen zur Bewältigung der Krise in den südeuropäischen Problemstaaten notwendig sei, erklärte der freiheitliche EU-Mandatar: "Der herrschende Schlendrian muss eingestellt werden, und genauso müssen notwendige Strukturreformen angegangen werden. Aber mit einer Sparpolitik, und mag sie auch noch so beinhart sein, wird sich die Krise nicht lösen lassen, weil die Ursachen nicht behoben werden. Schließlich tritt immer deutlicher zutage, welche Fehlkonstruktion die Währungsunion ist", betonte Mölzer.

Daher sei die Kardinalfrage nicht, wieviel gespart werden soll, sondern welche Länder in der Eurozone bleiben sollen, so der freiheitliche EU-Mandatar. "Denn Länder unabhängig ihrer Finanzethik in einer Währungsunion zusammenfassen, widerspricht jeder politischen und wirtschaftlichen Vernunft. Wenn so weitergemacht wird wie bisher, dann wird Europa nicht zusammenwachsen, sondern es werden sich zwischen dem Norden und dem Süden neue Gräben auftun", schloss Mölzer.

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