Jungbauern schmieden Zukunftspläne für heimische Landwirtschaft

Positionspapier zum Thema Investitionsförderung an Präsident Auer überreicht

Wien (OTS) - In den nächsten Wochen und Monaten werden die grundlegenden Weichen in der österreichischen Agrarpolitik gestellt, die Diskussionen über eine Neugestaltung der Fördermaßnahmen in der Zweiten Säule (Ländliche Entwicklung) sind bereits voll im Gange. Grund genug für die Österreichische Jungbauernschaft - Bauernbund Jugend, für eine dieser Maßnahmen eine "junge Forderung" zu formulieren. Sämtliche Landesorganisationen sowie das Jungbauernpräsidium unter Bundesobmann Stefan Kast haben bei der Erstellung des Positionspapiers zur Fördermaßnahme "Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe" mitgearbeitet. "Gerade die Investitionsförderung ist für junge Landwirte von enormer Bedeutung, denn in den ersten Jahren nach der Betriebsübernahme wollen viele Hofübernehmer den Betrieb nach ihren Belieben verändern, umgestalten oder optimieren", so Kast über die Beweggründe zur Erarbeitung dieses Dokuments.

Leistung fördern - Mut belohnen

Die Österreichische Jungbauernschaft, die über 40.000 junge Bäuerinnen und Bauern vertritt, fordert in diesem Papier unter anderem, dass Junglandwirte bis zu einem Alter von 40 Jahren innerhalb von 5 Jahren nach der Betriebsübernahme einen erhöhten Fördersatz von 40% bei förderbaren Investitionen in Anspruch nehmen können. "Mit Investitionen für die Zukunft schafft man ein nachhaltiges Fundament für unsere bäuerliche Landwirtschaft. Diese Investitionen sichern nicht nur den Betrieb, sondern auch eine Vielzahl an Arbeitsplätzen im ländlichen Raum", so Jungbauern-Bundesobmann Kast zur Notwendigkeit einer Erhöhung. Eine Senkung des AIK-Zinssatzes ist ebenfalls Bestandteil des Forderungskataloges.

Betriebskonzept soll in einen "Businessplan" umgewandelt werden

Aber nicht nur das Finanzielle steht für die Jungbauernschaft im Vordergrund, auch die vom Landwirt zu erbringenden Leistungen müsste adaptiert werden, wie etwa das verpflichtende Betriebskonzept:
Zukünftig sollte das Betriebskonzept nicht nur für die Investition erstellt werden, sondern einen verbesserten und ganzheitlichen ("tatsächlichen") Charakter erhalten. Dieses Gesamtkonzept habe den Sinn, zu helfen, den Betrieb weiterzuentwickeln beziehungsweise über die reine Investition hinaus verwendet werden. Weiters soll es nicht als Betriebskonzept, sondern als "Businessplan" deklariert werden. Es soll auch die Elemente eines solchen, in nicht-landwirtschaftlichen Bereichen geläufigen Dokuments enthalten, um somit auch nach außen (gegenüber der Gesellschaft, aber auch bei der Kreditvergabe von Banken) ein nachvollziehbares Instrument zu haben.

Bürokratie zurückdrängen, Kleinstinvestitionen fördern

Bundesobmann Kast sieht auch in der Abwicklung der Förderung ein Problem, dass mit der nächsten Förderperiode zu lösen ist: "Gerade Kleinstinvestitionen sollen von einem großen Verwaltungsaufwand entlastet werden, hier besteht ein großer Handlungsbedarf! Die Mindestinvestitionskosten sollen auf EUR 5.000,- gesenkt werden, um auch kleinere Investitionen finanziell unterstützen zu können. An den Kammern liegt es, bei der gesamten Abwicklung als eine kompetente Anlauf- und Servicestelle den Landwirten zur Verfügung zu stehen und dabei diese über mögliche Förderungen zu beraten und bei der Projektabwicklung zu begleiten (umfassende Investitionsberatung, Unterstützung im Projektmanagement zur Entlastung der Betriebsführer)."

Rechts- und Planungssicherheit als Notwendigkeit

Als logische Forderung bezeichnet die Jungbauernschaft die von der Agrarpolitik zu gewährleistende Rechts- und Planungssicherheit: "Jene Landwirte, die eine große Summe und viel Arbeit in ein Projekt investieren, müssen für diesen Mut auch eine dementsprechende Rechts-und Planungssicherheit erhalten. Es kann nicht sein, dass nach wenigen Jahren rechtliche Bestimmungen trivial geändert werden und somit erst vor Kurzem getätigte Investitionen wieder adaptiert werden müssen", so Kast abschließend.
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Mag. David Süß
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