Neues Volksblatt: "Durchschnaufen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 29. April 2013

Linz (OTS) - Grundsätzlich gilt: Nach der Wahl ist vor der Wahl; es gilt aber auch: Nicht alles, was vor der Wahl gesagt wurde, gilt auch nach der Wahl. Der prognostizierte Absturz der ÖVP etwa ist nicht eingetreten, das Minus - auch wenn es die Tiroler ÖVP auf einen historischen Tiefststand führt - ist angesichts der Vorhersagen verschmerzbar. Die Partei von Landeshauptmann Günther Platter bleibt die klare Nummer Eins, italienische Verhältnisse wird es nicht geben. Apropos Nummer Eins: Insgesamt stellen die Bürgerlichen in Tirol die absolute Mehrheit, zum Leidwesen der ÖVP firmieren sie freilich unter verschiedenen Marken. Wenn Platter wirklich etwas Großes gelingen sollte, dann wäre das wohl die Bündelung der bürgerlichen Kräfte. Vollmundig gescheitert ist die SPÖ mit der Ansage, eine Dreierkoalition gegen die ÖVP auf die Füße stellen zu wollen. Dass das Team Stronach den Fuß nicht in die Landtagstür bekam, ist eine Wohltat und ein Reifezeugnis für die Wähler. Kasperliaden wie das Listen-Theater oder der Kandidaten-Aufruf, die Stronach-Liste nicht zu wählen, dürfen nicht belohnt werden. Der FPÖ wiederum fehlt seit gestern die Ausrede, dass man Wahl-Verluste oder Stagnation der Stronach-Truppe zu verdanken habe.
Auf Bundesebene kann die ÖVP vor dem nächsten Urnengang am kommenden Sonntag jedenfalls kräftig durchschnaufen - und auf eine Fortsetzung des Trends hoffen.

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