Wiener SPÖ-Landesparteitag 10 - Ludwig: Geförderter Wohnbau ist Rückgrat der Stadtentwicklung!

Wien (OTS/SPW) - "Der geförderte Wohnbau in Wien ist das Rückgrat der Stadtentwicklung. Wir sind zu recht stolz auf dieses Asset, das international viel Anerkennung findet. Nach wie vor können wir in Wien auf diese Weise genug leistbaren Wohnraum zur Verfügung stellen!", betonte der Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig am Wiener SPÖ-Landesparteitag. Pro Jahr würden in Wien 6.000 geförderte Wohnungen errichtet, das sei mehr als in jeder anderen Millionenstadt in Europa, unterstrich Ludwig.****

Dadurch befinde sich Wien hinsichtlich der Herausforderung durch eine wachsende Bevölkerung in einer guten Ausgangssituation. Man habe anders als viele Großstädte der "Versuchung des Neoliberalismus" in den 1980er und 1990er Jahren widerstanden und keine Wohnungen privatisiert. "Heute gibt es 220.000 Gemeindewohnungen und 200.000 geförderte Miet- und Genossenschaftswohnungen, in denen 60 Prozent der Wienerinnen und Wiener leben. Das ist ein ganz wichtiges Instrument, um das Mietniveau stabil zu halten", strich Ludwig heraus.

Trotz dieser Erfolge werde man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern neue Herausforderungen offensiv angehen, stellte Ludwig klar. So komme es weiter darauf an, für genügend Wohnungsangebot Sorge zu tragen. Zu diesem Zweck habe man neue Finanzierungswege eingeschlagen, ohne die Mieterinnen und Mieter zu belasten - Ludwig verwies an dieser Stelle auf die Wiener Wohnbauinitiative. Darüber hinaus wurde das Smart-Programm für besonders günstigen Wohnraum gestartet. Auch gebe es in Wien ein gutes Mischsystem von Objekt- und Subjektförderung, das leistbares Wohnen ermögliche. Gemeindebauten würden dagegen seit 2003 nicht mehr errichtet, weil eine Errichtung durch die öffentliche Hand im Vergleich zu Genossenschaftsmodellen aufgrund von geänderten Rahmenbedingungen nicht mehr kostengünstiger sei.

Im privaten Bereich sei man damit konfrontiert, dass die Mieten ansteigen würden - vor allem durch ein intransparentes Zuschlagssystem. Ludwig unterstrich daher die Notwendigkeit einer Novellierung des Mietrechts - vor allem hinsichtlich einer Deckelung von Zuschlägen und einer Reduzierung von befristeten Mietverhältnissen. Außerdem sei es notwendig, den Mieterschutz weiter auszubauen. (Schluss) tr

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