Wiener SPÖ-Landesparteitag 6 - Mailath-Pokorny: Es boomt, es brummt, es bewegt sich was in Wien!

Wien (OTS/SPW) - "Es ist gut, dass die Sozialdemokratie beim Thema Verteilungsgerechtigkeit Flagge zeigt. Es ist ein zentrales politisches Thema - gerade auch einer urbanen Stadtpartei, so wie Chancen, Bildung, nachhaltiges Wachstum und soziale Gerechtigkeit", betonte der Wiener Kulturstadtrat und Präsident des BSA, Andreas Mailath-Pokorny im Rahmen des Wiener SPÖ-Landesparteitags.****

Mailath-Pokorny legte dar, dass ein "System der reinen Wachstumsgesellschaft" eben gerade deswegen ökonomisch ineffizient sei, weil es die Voraussetzungen zerstöre, auf denen es selbst beruhe. Deshalb habe die Sozialdemokratie allen Grund, ihre Forderungen selbstbewusst umzusetzen. Hätten doch nicht die Visionäre, sondern die "allzu großen Realisten" die Gesellschaft an den Rand des Absturzes geführt. Mailath-Pokorny sprach sich daher für demokratiekonforme Märkte, ein Ende der Umverteilung von unten nach oben, für Investitionen in Infrastruktur, Bildung und in die Universitäten aus. "Wenn es einen Rettungsschirm für Banken gibt, dann muss es auch einen Rettungsschirm für Bildung, Forschung und Kultur geben!", unterstrich der Stadtrat.

Wien zähle nicht nur zu den lebenswertesten, sondern auch zu den innovativsten Städten der Welt. Das sei nicht selbstverständlich, sondern Ergebnis der "Hand- und Kopfarbeit" der Wienerinnen und Wiener sowie von politischen Entscheidungen. In den letzten zehn Jahren sei über ein Dutzend neuer Festivals, zehn neue Bühnen, eine neue Oper und ein Musicaltheater sowie ein Stadtarchiv entstanden, und es werde an drei Universitäten gebaut. "Es boomt, es brummt, es bewegt sich was in Wien!", betonte hierzu Mailath-Pokorny.

Auch werde ein neues Wien-Museum konzipiert, das sich nicht der Herrschaftsgeschichte, sondern der Alltagsgeschichte, der Gegenwart und Zukunft widme. In Hinblick auf den hohen Stellenwert der Erinnerungskultur in Wien strich Mailath-Pokorny das bevorstehende Konzert der Wiener Symphoniker am Heldenplatz zum Tag der Befreiung am 8. Mai hervor: "Erstmals müssen wir uns nicht in einer Gegendemo organisieren - gegen trauernde Burschenschaften, sondern können uns gemeinsam über ein soziales und demokratisches Österreich freuen!" Ebenso seien die Vorarbeiten für ein Mahnmal für die Opfer für die Freiheit Österreichs voll im Gange. Abschließend forderte Mailath-Pokorny in Sachen Universitätspolitik ein gerechteres Stipendiensystem, mehr Mitbestimmungsrechte für StudentInnen und den Mittelbau sowie mehr Mittel, damit alle die studieren wollen, dieses auch können. (Schluss) tr

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