BZÖ-Huber: Pleitenminister Berlakovich muss zurücktreten und kann seine SOKO Alm gleich mitnehmen

Wien (OTS) - Angesichts des Förderchaos rund um die österreichischen Almbauern verlangt BZÖ-Agrarsprecher Gerhard Huber den Rücktritt von Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich. "ÖVP-Minister Berlakovich ist offensichtlich nur für Pleiten, Pech und Pannen verantwortlich und ausbaden müssen es die österreichischen Almbauern, die jetzt völlig schuldlos in ihrer Existenz bedroht sind", so Huber. Konkret geht es darum, dass den Almbauern seitens der Agrarmarkt Austria, die für die Auszahlung von Agrarförderungen zuständig ist, falsche - per Luftbild berechnete - Erhebungen der Futterflächen geschickt wurden. Diese Berechnungen waren aber die Grundlage für Förderungen und unterscheiden sich massiv von Vor-Ort-Prüfungen der AMA-Mitarbeiter, oder auch umgekehrt. Jetzt drohen den österreichischen Bauern Rückzahlungen an die EU in der Höhe von 64 Millionen Euro. "Wenn Berlakovich hier beiläufig von einem "Problem der Förderbürokratie" spricht, dann zeigt das wie abgehoben die ÖVP und ihr Bauernbund mittlerweile sind und wie wenig ihr das Schicksal der Almbauern am Herzen liegt", bekräftigt Huber, der auch einen Misstrauensantrag gegen Berlakovich in den Raum stellt.

Das Problem mit Österreichs Berechnung von Futterflächen sei seit Jahren bekannt. Aber die ÖVP habe die Bauern einfach im Regen stehen lassen. Erst seit die EU den Streit eskalieren ließ und bereits 2010 mit der Rückforderung von 64,2 Millionen Euro gedroht habe, wierde jetzt ein digitalisiertes Register geschaffen. "Willkür, Unsicherheit, Existenzangst - das ist die Lebenssituation vieler Almbauern, die sowieso großteils tagtäglich ums finanzielle Überleben kämpfen müssen und jetzt eine lächerliche SOKO-Alm von Berlakovich in die Bauernstube geschickt bekommen. Das ist eine Agrarbürokratie die nur nur vom Förderwahnsinn übertroffen wird und besser zu sowjetischen Kolchosen und KGB-Methoden, als zu kleinbäuerlichen Almbetrieben passen würde. Berlakovich soll sich weniger darum kümmern, aus schwarzen Bauernzeitungen zu lachen, sondern seinen Job machen und den Bauern helfen", so Huber, der hier Sofortlösungen für die Bauern fordert und eine Fristverlängerung, wie auch eine Neubesetzung der zuständigen Kommission verlangt. "Herr Minister Berlakovich, Sie sind der schwarze Tod für unsere österreichischen Almbauer. Treten Sie zurück", so Huber.

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