Nationalrat - Silhavy: Steuerreform soll Arbeitseinkommen entlasten

Ungleiche Vermögensverteilung zu Lasten der ArbeitnehmerInnen

Wien (OTS/SK) - "Arbeitseinkommen gehören entlastet - Vermögen ohne Arbeit müssen ihren Beitrag leisten", erklärt SPÖ-Nationalratsabgeordnete Heidrun Silhavy heute, Donnerstag, im Plenum des Nationalrats. Silhavy betonte die unausgewogene Vermögensverteilung in Österreich und verlangte eine strukturelle Steuerreform zu Gunsten der arbeitenden Bevölkerung. ****

"Die SPÖ will den Faktor Arbeit entlasten und dafür fairerweise auch einen gerechteren Beitrag von Kapital, das ohne Arbeit erworben wurde", umriss Heidrun Silhavy die Position der SozialdemokratInnen. Die ungerechte Vermögensverteilung in Österreich müsse durch eine strukturelle und faire Steuerreform korrigiert werden.
"Die reichsten 5 Prozent der Bevölkerung besitzen 45 Prozent des Gesamtvermögens", hob Silhavy die Schieflage der Vermögensverteilung hervor. Dies gehe zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, so die SPÖ-Abgeordnete. Daher war die SPÖ auch für die Steuerreform 2009, die 160.000 Erwerbstätige aufgrund ihres geringen Einkommens von der Steuerpflicht befreite.

Die Forderung einer Oppositionspartei nach einer Flat Tax sei mehr als problematisch, da sie keine Rücksicht darauf nehme, unter welchen Rahmenbedingungen Menschen ihr Einkommen beziehen, stellte Silhavy klar, so würden beispielsweise PendlerInnen völlig unberücksichtigt gelassen.

Es sei überdies arrogant, anzunehmen, dass sich die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Löhne ganz einfach selbst ausverhandeln könnten, erklärte die SPÖ-Abgeordnete. "Für diese Menschen gibt es dankenswerterweise die Gewerkschaft, die hier solidarisch und kämpferisch wertvolle Arbeit leistet", betonte Silhavy. (Schluss) gbb/up

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