Nationalrat - Matznetter: Arbeit noch immer viel zu hoch besteuert

Jemand mit Vermögen über einer Million soll Beitrag für Gesellschaft leisten

Wien (OTS/SK) - "Arbeit ist noch immer viel zu hoch besteuert. In diesem Bereich muss gehandelt werden." Das betonte SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter heute, Donnerstag, in seiner Rede zum Dringlichen Antrag des BZÖ zum Thema "Steuern runter - deutliche Reduktion statt kalter Progression" im Nationalrat. Zum automatischen Inflationsausgleich fügte Matznetter hinzu: "Hierbei handelt es sich um ein Detailproblem jedes progressiven Steuersystems, dass umso bedeutender wird je höher die Inflation ist." Der Vorschlag des BZÖ könnte frühestens am 1.1.2015 in Kraft treten. "Aber wir brauchen eine Steuerreform viel früher, um die Schieflage im Steuersystem auszugleichen", betonte Matznetter.****

Noch immer ist Österreich eines der Länder mit der niedrigsten Vermögensbesteuerung. "Warum soll man nicht mit einem Vermögen von mehr als einer Million Euro einen angemessenen Beitrag für die Gesellschaft leisten", stellte Matznetter die Frage.
"Um die Steuern tatsächlich zu senken, werden wir aus jenen Teilen wo wir keine Steuern bekommen, welche bekommen müssen", erörterte der Wirtschaftssprecher. In diesem Bereich darf es vor allem für internationale Großkonzerne keinen Spielraum geben. "Wenn wir uns in Europa in dieser Frage zusammenschließen, kann man hier ähnliche Erfolge wie bei der Finanztransaktionssteuer feiern", betonte Matznetter. (Schluss) mis/up

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