Zivildienstreform - Oberhauser: Öffnung des Zivildienstes für Frauen wurde abgewendet

Förderungen für anerkannte Ausbildungen im Gesundheitsbereich sind wichtige Zukunftsinvestitionen

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser begrüßt die heute, Donnerstag, präsentierten Eckpunkte der Zivildienstreform. Die SPÖ-Abgeordnete, die auch Frauenvorsitzende des Österreichischen Gewerkschaftsbunds ÖGB ist, begrüßt, dass die Öffnung des Zivildienstes für Frauen mit der vorgestellten Reform endgültig vom Tisch ist. "Eine freiwillige Tätigkeit der Frauen zum Beispiel in der Pflege für 300 Euro im Monat hätte Sozial- und Lohndumping Tür und Tor geöffnet, weil vor allem im Sozial- und Gesundheitsbereich 'billige Zivildienerinnen' fix Angestellte verdrängen würden", gibt die SPÖ-Abgeordnete zu bedenken. Zudem hätte ein Zivildienst auch für Frauen den ersten Schritt zur allgemeinen Wehrpflicht für Frauen bedeutet. "Das geht in die völlig falsche Richtung und ich lehne das klar ab", betonte Oberhauser. ****

"Das neue Maßnahmenpaket zielt darauf ab, den Zivildienst in Einrichtungen im Gesundheits- und Pflegebereich aufzuwerten, indem gesetzlich anerkannte Ausbildungen in diesen Organisationen vom Bund gefördert werden", erläutert die SPÖ-Gesundheitssprecherin. Bisher haben großteils Zivildiener in Rettungsorganisationen anerkannte Qualifikationen wie die Sanitäterausbildung erworben, in Zukunft sollen auch andere Einrichtungen verstärkt Ausbildungen anbieten. "Der Gesundheits- und Sozialbereich ist einer der wichtigsten am Arbeitsmarkt. In Ausbildungen in diesem Sektor zu investieren, heißt, in die Zukunft zu investieren", betonte Oberhauser. (Schluss) bj/mo

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0014