Regner: Konservativ-liberale Mehrheit gegen umfassende Reformen der "Big Four"-Wirtschaftsprüfer

Skandale wie Enron oder Parmalat auch in Zukunft möglich

Wien (OTS/SK) - "Heute hätten wir die Chance gehabt, zu zeigen, dass wir aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben und dazu beitragen wollen, dass Skandale wie Enron oder Parmalat künftig vermieden werden", zeigt sich die SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner über den heutigen Ausgang der Rechtsausschuss-Abstimmung über die Regulierung der Wirtschaftsprüfer enttäuscht. Während sich die Sozialdemokraten dafür eingesetzt haben, dass Unternehmen maximal sieben Jahre den gleichen Wirtschaftsprüfer beschäftigen dürfen, haben sich die Liberalen und Konservativen dafür ausgesprochen, dass ein Rotationszeitraum von 25 Jahren vorgeschrieben wird. ****

"Ein häufiger Wechsel von Wirtschaftsprüfern würde dazu beitragen, dass sich die Prüffirmen nicht so eng an ihre Klienten binden und die Gefahr von Gefälligkeitsgutachten wäre geringer geworden. Falsche Gutachten haben maßgeblich zum Ausbruch der Wirtschaftskrise beigetragen", sagt Regner. Ebenso haben sich die Sozialdemokraten für eine Obergrenze von prüfungsfremden Leistungen ausgesprochen, auch dies wurde von der konservativ-liberalen Mehrheit verhindert. "Ein Wirtschaftsprüfer soll ein Unternehmen prüfen und keine weiteren Beratungsdienste leisten. Das führt nur zu Interessenskonflikten", so die Vizevorsitzende des Rechtsausschusses. "Es bleibt nun zu hoffen, dass im Rahmen der Verhandlungen mit dem Rat Vernunft einkehrt und noch Verbesserungen erzielt werden, ansonsten haben wir de facto eine Fortsetzung des Status quo und das kann nicht unser Ziel sein." (Schluss) bj/mp

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