Samariterbund zum Zivildienst: "Aufwertung statt Verkürzung ist der richtige Weg"

Ausbildungsförderung auch im Freiwilligen Sozialjahr gefordert

Wien (OTS) - Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ) begrüßt die heute präsentierten Maßnahmen der Zivildienstreform. "Die Zivildienstleistenden beim Samariterbund erhalten bereits gegenwärtig eine vollwertige Ausbildung zum Rettungssanitäter. Dass Ausbildungskosten nun in anderen Bereichen eine staatliche Förderung erfahren, macht den Zivildienst insgesamt attraktiver", kommentiert Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes.

Auch die Flexibilisierung der Zuweisung von Zivildienstleistenden wird von den Samaritern begrüßt. Zudem bewertet der Samariterbund auch die Möglichkeit, das Freiwillige Sozialjahr bei einer Rettungsorganisation zu verbringen, grundsätzlich positiv. "Wir glauben, dass insbesondere Frauen vermehrt die Chance nutzen werden, als Rettungssanitäterinnen ein Jahr lang prägende Erfahrungen zu sammeln", so Hundsmüller weiter. "Allerdings ist hier noch zu klären, wer beim Freiwilligen Sozialjahr die Ausbildungskosten übernimmt. Wenn man das Sozialjahr schon aufwerten will, dann sollte auch hier die Fachausbildung gefördert werden", ergänzt der ASBÖ-Geschäftsführer.

Nicht zuletzt begrüßt der Samariterbund, dass die Dauer des Zivildienstes nicht verkürzt wurde. "Wir können nicht eine hochwertige Ausbildung mit Berufspraktikum anbieten und die Zivildienstleistenden gleich danach wieder entlassen. Die Aufwertung der Qualifikationsmöglichkeiten im Zivildienst ist sicher der bessere Weg als eine Verkürzung", erklärt Reinhard Hundsmüller abschließend.

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