VCPÖ - Konsumentenfeindliches Verhalten der EU muss gestoppt werden

Trafikanten für seriöse Produktinformation statt Regulierungswut der EU

Innsbruck/Wien (OTS) - Tirols Trafikanten bezeichneten heute gemeinsam mit dem Verband der Cigarren- und Pfeifenfachhändler Österreichs (VCPÖ) die Vorschläge zur neuen Tabakprodukterichtlinie der EU, kurz TPD2, als überzogen und konsumentenfeindlich. Völlig unverständlich sind der Wegfall von bisher gesetzlich vorgeschriebener Information zu Rauchinhaltstoffen, sowie die Vorschläge zu einheitlichen Packungen mit übergroßen Schockbildern. Länder wie Irland oder Kanada zeigen, dass sich der Konsument in seiner privaten Entscheidung bevormundet fühlt und dadurch seinen Rauchkonsum nicht einschränkt.

"Der Kommissionsvorschlag zur TPD2 zeigt einen Trend hin zu einer zunehmenden und unverhältnismäßigen Überregulierung, die den Bürger in seiner Privatsphäre und eigenständigen Entscheidung bevormundet", so VCPÖ-Präsident Klaus W. Fischer.

Sowohl der VCPÖ als auch der Österreichische Bundesrat und das Wirtschaftsministerium bewerten die Vorschläge der EU als unverhältnismäßig. So meint das Wirtschaftsministerium in seiner Stellungnahme an das Gesundheitsministerium: die Bestimmungen über Produktgestaltung, Kennzeichnung und Verpackung entsprechen nicht dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit, da in bestehende Marken und sonstige immaterielle Rechte eingegriffen wird.

Bisher liegen keine wissenschaftlichen Ergebnisse vor, dass Einheitspackungen und Schockbilder das Konsumverhalten des Rauchers beeinflussen. Dasselbe gilt auch für Zigaretten ohne Zusatzstoffe:
dies zeigt ein direkter Vergleich zwischen Kanada, wo es vornehmlich zusatzstofffreie Zigaretten gibt und den USA, wo es vorwiegend Zigaretten mit Zusatzstoffen gibt. Eine Studie auf Basis von Daten der WHO kam zu dem Ergebnis: die Raucherquoten unterscheiden sich zwischen diesen beiden Ländern nicht.

Die Obfrau der Tiroler Tabaktrafikanten, Angelika Riccabona, dazu:
"Wir fordern die österreichischen Politiker und EU-Abgeordneten -allen voran Frau Mag. Kadenbach und Herrn Dr. Seeber - auf, sich gegen die Überregulierung der TPD2 einzusetzen. Einheitspackungen und Schockbilder senken den Zigarettenkonsum nachweislich nicht, sind aber eine Zumutung gegenüber Tabaktrafikanten und Konsumenten."

Alexander Ott, Geschäftsführer der Philip Morris Austria GmbH, führt weiter aus: "Wir unterstützen grundsätzlich jede Revision der Richtlinie für Tabakerzeugnisse, die fair ist, auf wissenschaftlichen Fakten basiert und auf eine effektive Reduzierung der durch das Rauchen verursachten Schäden abzielt. Wir meinen, dass mit vielen der in Brüssel angedachten Maßnahmen die gesundheitspolitischen Ziele aber nicht erreicht werden. Ganz im Gegenteil! Sie werden zu zahlreichen unbeabsichtigten und nachteiligen Folgen wie den Anstieg des illegalen Handels von Zigaretten führen, die von ihren Urhebern anscheinend nicht in Betracht gezogen wurden."

Mag. Wolfgang Pachler, Prokurist Monopolverwaltung GmbH: "Durch das Einzelhandelsmonopol sind Lizensierung und Kontrollen im Verkauf von Tabakwaren an ausschließlich über 16-jährige sichergestellt. Verstöße ziehen Sanktionen bis hin zum Verlust der Verkaufslizenz nach sich. Ausreichender Schutz von Jugendlichen ist somit vorhanden und wir halten keinerlei zusätzliche Überregulierung für erforderlich."

Kaspar Plattner, Geschäftsführer der KP-Plattner Raucherbedarf & Werbeartikel GmbH, erläutert: "Von meiner Seite kann ich das Beispiel der EU-Regulierung zur Kindersicherung bei den Feuerzeugen nennen. Dadurch wurden Feuerzeuge erst interessant für Kinder und ältere Menschen haben Schwierigkeiten mit der Bedienung. Eine völlig unsinnige Überregulierung!"

"Erneut appellieren wir an unsere Abgeordneten im Europäischen Parlament, sich für eine ausgewogene und verhältnismäßige Richtlinie einzusetzen. Und wir laden alle Wählerinnen und Wähler ein, sich unserem Protest gegen diese Form der Überregulierung anzuschließen -dies ist auch über www.eu-es-reicht.at möglich", so Fischer abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Klaus W. Fischer, Präsident
VCPÖ - Verband der Cigarren- und Pfeifenfachhändler Österreich
+43 (0)664 338 70 70; Email: office@vcpoe.at; Web: www.vcpoe.at

Angelika Riccabona, Obfrau
Landesgremium der Tabaktrafikanten Tirol
+43 (0)0664 2214 992; Email: riccabona.angelika@aon.at

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