Team Stronach für Tierfreunde nicht wählbar

Wien (OTS) - Frank Stronach, der offenbar auch unter Tierfreunden nach Wählerstimmen angeln wollte, hat sich ein festes Eigentor geschossen. Abgesehen davon, dass Stronach Pferderennen veranstaltet, was an sich schon tierquälerisch ist, hat er sich ausgerechnet mit Michael Aufhauser von Gut Aiderbichl ins Bett gelegt. Einem Mann, der mit seinem "Hollywood-Tierschutz" dem echten Tierschutz massiv schadet, da er ein Bild suggeriert, dass im Tierschutz Millionen fließen und er so den Tierschutz in ein völlig falsches Licht rückt.

Obwohl es sehr wünschenswert wäre, dass endlich jemand die versteinerten Strukturen der österreichischen Politik aufbricht, ist Frank Stronach für Tierfreunde nicht wählbar. Das offenbart sich nicht zuletzt auch beim Thema "Jagd":

Die Initiative des Österreichischen Tierschutzvereins für die gesetzliche Verankerung eines Alkoholverbots bei der Jagdausübung wird vom Team Stronach - trotz der drastischen Anhäufung von Jagdunfällen in den vergangenen Monaten - nicht unterstützt. Obwohl die traurige Serie von Vorfällen mittlerweile ein Todesopfer forderte, als ein alkoholisierter Jäger einen 21-jährigen Niederösterreicher mit einem Wildschwein verwechselte, will das Team Stronach immer noch auf die "Selbstbestimmung eines jeden Menschen" setzen. Die von Stronach geforderte Eindämmung von Gesetzen und Verordnungen muss spätestens dann an ihre Grenzen stoßen, wenn es darum geht, Tiere und in weiterer Folge auch Menschen vor betrunkenen Jägern zu schützen.

Sieht sich ein alkoholisierter Jäger erst mit staatlichen Sanktionen konfrontiert, wenn es zu einem Unfall gekommen ist, ist es für das Opfer freilich viel zu spät. Alleine die - vom Team Stronach abgelehnte - gesetzliche Verankerung der Null-Promille-Grenze für die Jagd kann zu einem - wenn auch erzwungenen - Bewusstseinswandel im Umgang mit Alkohol bei der Jagd führen. Im Gegensatz zu Stronach ist der Österreichische Tierschutzverein der Meinung, dass Verbote selbstverständlich auch dann sinnvoll sind, wenn diese nicht lückenlos kontrolliert werden können. So war auch die Einführung einer Promille-Grenze im Straßenverkehr zum Schutz der Allgemeinheit vor betrunkenen Autofahrern eine Erfolgsgeschichte.

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Geschäftsführerin
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