FP-Nepp: Schülerbefragung des bifie als Spitzeldienst im Interesse des Stadtschulrats?

Fragebogen contra Datenschutz - und wer schützt unsere Kinder?

Wien (OTS/fpd) - Der Schülerfragebogen Baseline-Testung für die vierte Schulstufe des "Bundesinstituts Bildungsforschung, Innovation & Entwicklung des österreichischen Schulwesens" (bifie) entspricht in keiner Weise den Standards des österreichischen Datenschutzes. Im Zuge der Baseline-Testung werden hier die beruflichen Tätigkeiten der Eltern im Detail abgefragt, auch wird genau evaluiert, ob und welche Freizeitaktivitäten in den Familien gesetzt werden. Der vermeintlich anonyme Test wird jedoch auf der Titelseite durch Geburtsmonat, Geburtsjahr und Geschlecht handschriftlich ergänzt und in der Klasse abgegeben. "Von Anonymität ist also gar keine Rede - ganz im Gegenteil. Die gerade in Wien durch und durch verpolitisierte Schulleitung kommt durch den Schülerfragebogen ganz leicht an sehr vertrauliche Daten aus dem privaten Familienumfeld der Kinder. Es fehlt nur noch, dass nach der Farbe der Unterwäsche der Eltern gefragt wird", empört sich heute Wiens FPÖ-Bildungssprecher LAbg. Dominik Nepp

Zusammenfassend müsse festgehalten werden, dass Gesinnungsschnüffelei im 21. Jahrhundert in unseren Schulen keinen Platz mehr haben dürfe. Wenn wirklich Interesse an Bildungsdaten aus den Familien bestehe, so können tatsächlich anonymisierte Fragen nach der Schulbildung ebenso Auskunft geben, wie etwa die Frage nach Interessensgebieten der Kinder. Hier jedoch konkret nach den beruflichen Tätigkeiten der Eltern zu forschen oder die Freizeitaktivitäten im Detail nachvollziehen zu wollen, sei nicht nur bedenklich - es bestehe auch im Zuge einer empirischen Studie keinerlei Bedarf an diesen Daten. Nepps Forderung: "Dieser Test muss jedenfalls sofort zurückgezogen werden!" (Schluss)

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