FP-Kappel fordert Evaluierung des Wiener Beteiligungsmanagements

Controlling soll automatisch auch für öffentliche Vereine gelten

Wien (OTS/fpd) - Die Evaluierung des Beteiligungsmanagements der Gemeinde Wien und die Einführung eines nach finanzwirtschaftlichen Kriterien ausgerichteten Beteiligungscontrollings, welches auch automatisch für die öffentlichen Vereine der Gemeinde zur Anwendung kommt, fordert die Wirtschaftssprecherin der FPÖ-Wien, LAbg. Dr. Barbara Kappel. "Die Gemeinde Wien hält eine große Zahl direkter und indirekter Beteiligungen an Unternehmen und Fonds, allein die Wien Holding hat rund 75 Tochtergesellschaften", erklärt Kappel, "diese Beteiligungen sind im Sinne eines strategischen Beteiligungsmanagements regelmäßig zu überprüfen. Dasselbe gilt für die Vereine der Gemeinde Wien."

Immer mehr vormals ausschließlich hoheitsrechtliche Aufgaben werden im öffentlichen Raum durch ausgelagerte Unternehmen, Fonds, Stiftungen oder Vereine wahrgenommen. Dies ist ein Trend, der sich europaweit abzeichnet. "Um auf der Ebene der Gemeinde Wien zu gewährleisten, dass hier bei der Erfüllung der Aufgaben nach wirtschaftlichen Kriterien gearbeitet wird, ist ein Controlling im Bereich des Beteiligungsmanagements aufzusetzen, welches sicherstellt, dass bei der Aufgabenerfüllung alle kaufmännischen Prinzipien eingehalten werden. Das gilt auch für die Vereine der Gemeinde Wien", sagt Kappel.

Darüber hinaus sind alle Beteiligungen der Gemeinde Wien - seien es Betriebe, Fonds oder Stiftungen - auf ihre strategische Nachhaltigkeit und Werthaltigkeit hin zu überprüfen. "Nur durch ein strategisches Beteiligungsmanagement kann sichergestellt werden, dass die Gemeinde Wien als Unternehmerin oder Stifterin im Sinne der Nachhaltigkeit und Werthaltigkeit agiert", so Kappel, "leider gibt es genug Beispiele dafür, dass das derzeit nicht der Fall ist, wie beispielsweise die Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten, vormals AVZ, in der bis heute über eine Milliarde Euro an Wert vernichtet wurden." (Schluss) hn

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