Neues Volksblatt: "Spekulation" von Markus EBERT

Ausgabe vom 23. April 2013

Linz (OTS) - Im Nachhinein fragt man sich, warum die Salzburger SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller nach Auffliegen des Finanzskandals im Landtag überhaupt Tränen zerdrückt hat. Damals hatte sie sich dafür entschuldigt, "dass der Eindruck entstanden ist, wir, die Regierung, hätten dieses Land in größte Turbulenzen gebracht". Und sie sagte auch, man müsse aus einem "behaupteten Schaden" herauskommen. "Eindruck entstanden, behaupteter Schaden": Da hat jemand nach einer kurzen Schrecksekunde sprachlich konsequent jede persönliche politische Verantwortung von sich geschoben.
Jetzt geht sie noch einen Schritt weiter. Burgstaller brüstet sich nun sogar damit, den Skandal auf- und die Finanzschulden abgearbeitet zu haben: "Das Land wäre im Chaos versunken, wenn ich meine Verantwortung nicht wahrgenommen hätte, das Land in der schwierigen Situation zu führen", tönte es gestern aus Burgstallers Mund im Radiointerview.
Wer das Land in die schwierige Situation gebracht hat, ist Schnee von gestern, denn heute gilt: "Wir räumen auf: 1 Milliarde Schulden abgebaut!", inseriert die SPÖ mit Burgstallers Konterfei. Und:
"Andere reden - wir handeln! Das ist der Unterschied".
Von nichts gewusst, aber nun aufgeräumt: Das nennt man knallharte Spekulation. Nämlich Spekulation damit, dass sich die Wähler für dumm verkaufen lassen. Die Antwort folgt am 5. Mai.

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