Austropapier: Innovationspartnerschaften mit bio-basierter Industrie stärken

FFG bleibt wichtiger Partner für kooperative Forschung - Unternehmen brauchen Rechts- und Investitionssicherheit sowie Belastungsstopp

Wien (OTS/PWK248) - Forschung und Entwicklung ist ein zentrales Thema der österreichischen Zellstoff- und Papierindustrie. "Die FFG bleibt für uns ein wichtiger Partner in der kooperativen Forschung. Sie unterstützt uns und die Unternehmen mit einem umfangreichen Angebot an Förderungen und Dienstleistungen", so Oliver Dworak, Geschäftsführer der Austropapier - Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie, anlässlich der heutigen Präsentation der FFG-Jahresbilanz 2012. Die Technologieplattform der Zellstoff- und Papierindustrie konnte in den vergangenen fünf Jahren insgesamt zwölf kooperative Forschungsprojekte mit der FFG bearbeiten, wovon sieben bereits erfolgreich abgeschlossen wurden, und fünf derzeit noch in Arbeit sind. Das in den Jahren 2008 bis 2012 aufgebrachte Budget für diese Forschungsprojekte betrug insgesamt fast 3 Millionen Euro, wobei knapp 60 % der Kosten durch Förderungen der FFG gedeckt werden konnten. Die wichtigsten Projekte behandeln etwa neue Verwertungswege für Reststoffe der Zellstoff- und Papierindustrie, technologische Optimierungen von Papiermaschinen sowie Verbesserungen der Produktqualität.

Damit die Betriebe der Zellstoff- und Papierindustrie als zentrale Elemente einer auf erneuerbaren Stoffkreisläufen basierenden "bio-based industry" zu nachhaltig wirtschaftenden Rohstoff-, Energie- und Recyclingdrehscheiben werden können, benötigt die Branche nicht nur gezielte Förderungen und verbesserte Unterstützung in Form von Innovationspartnerschaften, sondern auch wettbewerbskonforme industriepolitische Rahmenbedingungen. "Rohstoff-und Energiekosten sind heute mehr denn je investitionsentscheidende Standortfaktoren. Nur wenn Umwelt-, Energie- und Klimapolitik auch als Innovationspolitik verstanden werden, kann sich die biobasierte Industrie als Treiber einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Bio-Economy in Österreich entwickeln. Österreich hat hier gegenüber anderen EU-Staaten wie Deutschland, Holland und den skandinavischen Ländern einiges aufzuholen, um nicht den Anschluss zu verpassen. Es gilt nun, möglichst rasch auf der im Vorjahr durch das BMVIT erarbeiteten Research Agenda für die biobasierte Industrie mit konkreten Initiativen und Projekten aufzusetzen", unterstrich der Austropapier-Sprecher.

Bei der Umsetzung der 2050 Roadmap der europäischen Zellstoff- und Papierindustrie stehen die Themen verbesserte Ressourceneffizienz, umfassende CO2-Reduktion und erhöhte Wertschöpfung durch neue Produkte im Vordergrund. "Statt der gegenwärtigen Ho-Ruck-Politik brauchen die Unternehmen jetzt vor allem Rechts- und Investitionssicherheit sowie einen Belastungsstopp. Das Europäische Parlament hat dies kürzlich bei der Ablehnung des von der EU-Kommission geplanten Eingriffs in den CO2-Emissionshandel klar erkannt. Nur wenn im Rahmen der Forschungsförderung Impulse für Technologiesprünge und die Entwicklung gänzlich neuer Verfahren gesetzt werden können, wird es möglich sein, umfassende CO2-Reduktionen zu erreichen", so Dworak abschließend. (us)

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