FPÖ-Jannach: Betroffene Almbauern müssen in der Alm-Sonderkommission vertreten sein!

Wien (OTS) - "Die heute präsentierten Schwerpunkte der Alm-Sonderkommission werfen viele Fragen über den bisherigen Umgang der Agrarverwaltung mit den Almbauern auf", sieht der freiheitliche Agrarsprecher Harald Jannach die bisherige chaotischen Vorgangsweise von Landwirtschaftsminister Berlakovich einmal mehr in peinlicher Weise dokumentiert.

Die Sonderkommission soll das bestehende System der Futterflächenermittlung prüfen. "Es ist scheinbar seit 2007 - dem Beginn der letzten Förderperiode in der Landwirtschaft - nicht einmal geklärt worden, ob das in Österreich angewandte System überhaupt rechtskonform ist", zeigt sich Jannach überrascht, dass das erst jetzt geprüft werden soll.

Weiters soll die Fischler-Kommission kritische Fälle prüfen. Einfach zu klärende Fälle sollen rasch gelöst werden und schwierige mit einer Besichtigung an Ort und Stelle. "Warum hat man einfach zu klärende Fälle nicht schon längst gelöst?" fragt sich Jannach. "Dafür braucht es keine teure Sonderkommission.

Hinterfragenswert ist zudem der Rechtsstatus dieser Kommission sowie deren Zusammensetzung. "Eine Kommission zusammengesetzt aus den Teilen der Agrarverwaltung, die für diesen Missstand verantwortlich sind, hat kein echtes Interesse an ehrlicher Aufklärung", so Jannach, der in dieser Kommission lediglich eine Beruhigungspille für die Bauern sieht.

"Wir fordern die Einbeziehung der betroffenen Almbauern in diese Kommission, denn sonst wird von der Fischler-Kommission, der AMA, dem Landwirtschaftsministerium und den Landwirtschaftskammern weiter schöngeredet, zugedeckt, verzögert und abgestritten", so Jannach. "Ohne Einbeziehung der Almbauern kann man sich den Aufwand so einer Kommission sparen."

Die Plattform Almfutterflächen (www.almfutterflächen.at) wäre eine unabhängige Vereinigung von betroffenen Almbauern, die in diese Kommission aufgenommen werden muss.

Jannach kritisiert auch die Feststellung der landwirtschaftlichen Flächen mit dem längst überholten System der Orthophotos durch Befliegung. "Österreich ist eines der wenigen Länder in Europa, die sich nicht der wesentlich günstigeren und genaueren Flächenvermessung durch Satellit", fordert Jannach eine Umstellung auf Satellitenflächenermittlung. ""So ein System ist wesentlich günstiger und genauer", so Jannach, der im System der Orthofotos lediglich eine unnotwendige Geldverschwendung an einzelne wenige Firmen im Dunstkreis des ÖVP-Landwirtschaftsministeriums vermutet.

Zudem muss sichergestellt werden, dass im Sinne der Planungssicherheit für die Bauern, eine Flächenfeststellung für die gesamte Förderperiode gültig ist und die AMA einheitliche, nachvollzieh- und durchführbare Vorgaben für die Kontrolle erlässt.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0007