Elektro- und Elektronikindustrie: Nachhaltige Freizeit statt IST-Lohnerhöhung

Neue Freizeitoption soll speziell älteren Beschäftigten zu Gute kommen.

Wien (OTS/FEEI Kommunikation) - Die Elektro- und Elektronikindustrie unterstreicht einmal mehr ihre Vorreiterrolle bei der Gestaltung moderner arbeitsrechtlicher Rahmenbedingungen. Im Zuge des KV-Abschlusses 2013 wurde die sogenannte Freizeitoption vereinbart. Damit erhalten erstmals die Beschäftigten einer Industriebranche die Möglichkeit, statt der Lohnerhöhung zusätzliche Freizeit in Anspruch zu nehmen. "Mehr nachhaltige Freizeit statt einer IST-Lohnerhöhung", bringt Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, das Prinzip dieses vollkommen neuen Optionsmodells auf den Punkt. Profitieren sollen davon vorrangig ältere Beschäftigte.

Win-Win Situation für alle Beteiligten

"Von der Freizeitoption profitieren sowohl die Unternehmen als auch die Mitarbeiter. Für die Unternehmen ist die Umwandlung mit keinen zusätzlichen Kosten verbunden, da sie 1:1 erfolgt. Der Mitarbeiter erhält statt der IST-Erhöhung 2013 Freizeit - und zwar bis zu 60 Stunden pro Jahr, die er flexibel einsetzen kann", erklärt Roitner das überaus innovative Modell und ergänzt: "Die Freizeitoption ist dauerwirksam. Einmal vereinbart erhält der Mitarbeiter das Zeitguthaben jedes Jahr. Vor allem Beschäftigte, die bereits lange im Arbeitsprozess sind, haben so die Möglichkeit ihre Normalarbeitszeit und damit auch ihre Arbeitsbelastung zu verringern."

Abschluss einer Betriebsvereinbarung bis 24. Mai 2013 nötig

Voraussetzung für die Anwendung der neuen Freizeitoption ist der Abschluss einer freiwilligen Betriebsvereinbarung. Diese muss bis 24. Mai 2013 abgeschlossen werden. Gibt es eine solche, hat grundsätzlich jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, durch Einzelvereinbarung mit dem Unternehmen in den Genuss der Option zu kommen. Bedingung dafür ist die Zustimmung des Arbeitgebers.

Freizeitoption ist Vorzeigeprojekt

Einig ist sich Lothar Roitner mit den Gewerkschaften, dass es sich bei der Freizeitoption um ein Vorzeigeprojekt handelt. "Nach der Einmalzahlungs- und der Verteilungsoption ist die Freizeitoption das dritte innovative Flexibilisierungsinstrument im Rahmen des Kollektivvertrages der Elektro- und Elektronikindustrie. Wir bestätigen damit nicht nur einmal mehr die Vorreiterrolle, die unsere Branche bei der Gestaltung moderner arbeitsrechtlicher Rahmenbedingungen hat, sondern unterstreichen auch die sehr gute Zusammenarbeit, die wir mit den Gewerkschaften haben", erklärt Roitner abschließend.

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