Stummvoll: Hilfspaket für Zypern ist bessere Alternative

Regierung handelt verantwortungsvoll für Wirtschaft und Arbeitsplätze in Österreich!

Wien, 22. April 2013 (OTS/ÖVP-PK) - "Natürlich herrscht keine besondere Freude, immer wieder neue Rettungspakete zu schnüren, doch ist dies leider alternativlos. Würde man Zypern jetzt nicht helfen, würden beiden großen Banken und damit in Konsequenz auch der Staat selbst zum Pleitefall", sagte ÖVP-Finanzsprecher Günter Stummvoll heute, Montag, im Rahmen der gegenständlichen Plenarsitzung des Nationalrats. Bedenken müsse man auch, dass Österreich Kredite von 3 Milliarden Euro und weitere 3 Milliarden Euro Direktinvestitionen in Zypern veranlagt hätte, die im Pleitefall bedroht wären. Angesichts dessen und eingedenk der globalen Auswirkungen der Pleite nur einer einzigen Bank 2008 - Lehman Brothers - ist das Hilfspaket für Zypern eindeutig der bessere Weg. "Es äußert sich wieder einmal der klassische Unterschied zwischen Regierungsverantwortung und Opposition. Die einen spielen am Klavier des Populismus, die anderen übernehmen Verantwortung zur Sicherung von Arbeitsplätzen und der Wirtschaft im Land", so Stummvoll, der weiters darauf hinwies, dass es besser sei, sich mit dem durch den ESM vereinbarten Ausmaß von 2,8 Prozent am Hilfspaket zu beteiligen, als wertvolle Arbeitsplätze in Österreich zu gefährden.

Für die Zukunft könne es für die Eurozone nur eine politische Linie geben: Budgetkonsoldierung, Strukturreformen und Incentives für Wachstum. "Nur mit budgetärer Disziplin aller Mitglieder der Eurozone wird es möglich sein, die Erfolgsgeschichte des Euro weiter fortzuschreiben", so Stummvoll, der darauf hinwies, dass global gesehen die zweitmeisten Währungsreserven in Euro angelegt sind und dieser heute in etwa um 30 Prozent mehr Wert ist als der Dollar. Abschließend merkte Stummvoll an, dass das Hilfspaket im Ausmaß von 10 Milliarden Euro an eine Eigenleistung von 13 Milliarden Euro und eine Restrukturierung des Bankensektors geknüpft sei. "Zypern trägt zu seiner Rettung mehr bei als alle anderen zuvor und wird die Eigenmittel nur durch Privatisierungen und Steuererhöhungen aufbringen können", so Stummvoll, der abschließend darauf hinwies, dass die Alternativen zum Hilfspaket viel prekärere Auswirkungen zeitigen würden als die Zustimmung zu selbigem. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001