FSG-Anderl: "Herdprämien" - nicht mit uns!

Vorrang für den Ausbau von Kleinkindbetreuungseinrichtungen

Wien (OTS/ÖGB) - Eine klare Absage an die Pläne der FPÖ und ÖVP in Salzburg, Frauen für Kinderbetreuung daheim mit einer "Herdprämie" zu bezahlen, erteilt Renate Anderl, FSG-Bundesfrauenvorsitzende im ÖGB. "Frauen mit 110 Euro zu bezahlen, wenn sie auf einen Kinderbetreuungsplatz verzichten, ist unerhört und hat mit Wahlfreiheit nichts zu tun", ärgert sich Renate Anderl, "es spiegelt die Wunschvorstellung der Männer wider, Frauen zurück an den Herd zu drängen."

Die Gemeinde Berndorf bezahlt Frauen seit einiger Zeit 110 Euro, wenn sie ihre Kinder unter drei Jahren zu Hause betreuen und auf einen Kinderbetreuungsplatz verzichten.

Für Renate Anderl ist eine solche "Herdprämie" unwürdig, da es sich damit die Gemeinde erspart, ein vernünftiges Konzept und vor allem die Geldmittel für eine Kleinkinderbetreuung vorzulegen und zur Verfügung zu stellen. Gerade in diesem Bereich gibt es viel zu wenige Plätze, obwohl seitens des Bundes im Rahmen der §15a-Vereinbarung Geld zur Verfügung gestellt wird.

"Das ist keine Wahlfreiheit, das ist ein Zurückdrängen von Frauen aus dem Arbeitsmarkt und nimmt ihnen die Möglichkeiten eines Wiedereinstieges", bekräftigt Anderl. "Echte Wahlfreiheit ist erst dann gegeben, wenn für Frauen beides möglich ist, Beruf und Kinder. Dafür haben diese Herren zu sorgen und nicht dafür, uns ihren konservativen Lebensstil aufzudrängen", so Anderl.

"Ich fordere ÖVP und FPÖ daher auf, dafür zu sorgen, dass die Geldmittel dafür eingesetzt werden, um die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Frauen selbst bestimmen können, wie sie leben möchten", so Anderl.

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FSG-PRO-GE-Bundesfrauensekretärin
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