Korun zu Staatsbürgerschaftsgesetz: Ausgrenzung oder Eingemeindung - Ministerrat hat morgen die Wahl

Grüne fordern Doppelstaatsbürgerschaft für hier Geborene wie in Deutschland

Wien (OTS) - "Die Regierungsparteien haben morgen im Ministerrat die Wahl: wollen sie eine Willkommenskultur bei der Einbürgerung und Eingemeindung von hier lebenden Menschen und hier Geborenen oder wollen sie weiter auf Ausgrenzung und Schikanen setzen? Ich bin für ersteres", sagt Alev Korun, Migrationssprecherin der Grünen.

"Das bedeutet endlich Nägel mit Köpfen zu machen und jene Kinder und Jugendliche, die schon faktisch ÖsterreicherInnen sind, mit ihren SchulkameradInnen gleichzustellen", ist der Vorschlag von Alev Korun, Migrationssprecherin der Grünen, für das morgen im Ministerrat zu verhandelnde Staatsbürgerschaftsgesetz. "Die Regierung grenzt systematisch jedes Jahr an die 10.000 Kinder aus, die hier geboren und aufwachsen sind. Kinder mit Eltern, die auf Dauer hier niedergelassen sind, sollten - wie das in Deutschland schon seit 2000 üblich ist - per Geburt die Staatsbürgerschaft zuerkannt bekommen. Das ist vernünftige Inklusionspolitik und würde der Frotzelei, dass wir hier lebende Kinder zuerst zu 'Ausländern' erklären, um sie Jahre später mit viel Bürokratie und umständlich einzubürgern, endlich ein Ende setzen", erklärt Korun.

"Die Absurdität, dass bei einem zehn-jährigen Aufenthalt in Österreich eine zehn oder zwölftägige Melde- oder Visumslücke genügt, um die gesamten zehn Jahre für die Einbürgerung auszuradieren, wartet ebenfalls auf Korrektur. Ganz zu schweigen von den Nachkommen von NS-Vertriebenen und PutativösterreicherInnen, für die sinnvolle und praktikable Lösungen fehlen", betont Korun.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001