ORF-III-Dokumontag über die dubiosen Machenschaften von Großkonzernen

Am 22. April im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - Mit der Live-Übertragung einer Nationalratssondersitzung zum Thema EU-Finanzhilfe für Zypern startet ORF III Kultur und Information in die neue Woche: Aus dem Euro-Rettungsschirm ESM und vom IWF sollen maximal zehn Milliarden Euro an Krediten für Zypern kommen, Finanzministerin Maria Fekter kann dem vereinbarten Hilfspaket im ESM-Gouverneursrat jedoch nur zustimmen, wenn sie dafür grünes Licht vom Nationalrat bekommt. Deshalb haben die Koalitionsparteien zu diesem Thema eine Sondersitzung verlangt. ORF III Kultur und Information überträgt die Sondersitzung in voller Länge ab 10.00 Uhr (voraussichtliches Ende: 16.00 Uhr), kommentiert von Andreas Heyer und ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs. ORF 2 überträgt von 10.00 bis 13.00 Uhr, kommentiert von Fritz Jungmayr.

Zum "ORF III Künstlergespräch" um 19.45 Uhr begrüßt "Kultur heute"-Moderatorin Ani Gülgün-Mayr die türkische Volkopernsängerin Özlem Bulut. Im Interview verrät sie, warum man es mit einer nichtdeutschen Muttersprache in österreichischen Opernhäusern leichter hat als auf den Theaterbühnen, und gibt Einblick in ihre aktuelle CD, auf der sie eine herausragende Stimme präsentiert.

Der Montaghauptabend ist der Auftakt zu einem investigativen Doku-Schwerpunkt: Wie Konsumentinnen und Konsumenten von der Industrie geblendet und irregeführt werden, ist das Thema der kommenden vier Dokumontage auf ORF III. Die Dokumentation "David gegen Monsanto" erzählt um 20.15 Uhr die Geschichte von Percy und Louise Schmeiser in Kanada, Träger des alternativen Nobelpreises, die seit mittlerweile 17 Jahren gegen den Chemie- und Saatguthersteller Monsanto kämpfen. Rund drei Viertel der Welternte an genmanipulierten Pflanzen stammen heute aus Monsanto-Labors, ein US-Konzern, der in den 1960er Jahren auch das im Vietnamkrieg eingesetzte Gift Agent Orange hervorbrachte.

"Dubiose Machenschaften: Giftige Marken" fühlt um 21.20 Uhr den ausbeuterischen Betriebsmodellen hinter den großen Kleidermarken auf den Zahn. Firmen wie Lindex, Besitzer der Modekette Zara, haben ihre Produktion nach Indien verlagert, wo zahlreiche Subunternehmer an keine Vereinbarungen gebunden sind und Kinder- und Arbeiterausbeutung sowie gefährliche Arbeitsbedingungen die Regel sind. Gezeigt wird, wie die Filmemacher den Präsidenten von Inditex mit ihren Forschungsergebnissen konfrontieren. Die anschließende Dokumentation nimmt um 22.20 Uhr den Begriff des "grünen Marketing" unter die Lupe und entlarvt Firmen, hinter deren umweltbewusster Fassade ein beinhart kalkuliertes Marketing steckt.

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