Küng: Europa steht beim Thema Familie vor einem Umdenken

Gottesdienst mit "Familienbischof" Küng eröffnete Feierlichkeiten zum 60-Jahr-Jubiläum des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ) - Huainigg: Familie bleibt anzustrebende Ideal

Wien, 20.04.13 (KAP) Österreich und mit ihm die gesamte Europäische Union steht beim Thema Familie vor einem Umdenkprozess - hin zu einer neuen Wertschätzung der Leistungen, die Familien für die Gesellschaft im Ganzen erbringen. Davon zeigte sich der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng bei einem Gottesdienst zum Auftakt des 60-Jahr-Jubiläums des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ) am Samstag in Wien überzeugt. Der KFÖ sei gemeinsam mit anderen Familieninitiativen aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass europaweit "Arbeit in der und für die Familie geschätzt, geschützt und honoriert wird und nicht nur wirtschaftliches Denken vorherrscht", so Küng.

Der KFÖ sei aus der Überzeugung gegründet worden, "dass die Familie für Gesellschaft und Kirche grundlegend ist und für jeden Einzelnen von größter Bedeutung", so Küng. Viel Positives zu Gunsten und zum Schutz der Familien sei in diesen 60 Jahren entstanden, "vor allem wurde um gerechte Rahmenbedingungen für die Familie gekämpft", unterstrich der St. Pöltner Bischof. Es verdiene aber auch heute "wirklich Anerkennung, wie sehr der Katholische Familienverband angesichts der unterschiedlichsten Fragestellungen und Herausforderungen versucht, die Verantwortung wahrzunehmen, auch wenn das oft Mut abverlangt".

Beim an den Gottesdienst anschließenden Festaktakt unterstrich der Nationalratsabgeordnete Franz-Joseph Huainigg (VP) in seiner Festrede die bleibende Bedeutung der Familie für die Gesellschaft und sagte: "Die traditionelle Familie ist keineswegs out und sollte bei all der Vielfalt an Beziehungsformen weiterhin als Ideal angestrebt werden." In einer Gesellschaft, in der die Lebenserwartung immer weiter steige, werde generationenübergreifende Verantwortung stets wichtiger. Daher müsse die Gesellschaft "familienfreundlichere Rahmenbedingungen schaffen - in der Arbeitswelt, in der Kinderbetreuung und in der Vereinbarkeit von Familie und Pflege."

Eröffnet wurde der Festakt zum 60-Jahr-Jubiläum des Katholische Familienverband im Wiener Raiffeisen-Forum von seinem Präsidenten Alfred Trendl. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde außerdem die Festschrift "Lesebuch der Zukunft. Familie 2030" präsentiert. Der Band versammelt Beiträge von 57 Autoren - darunter "Familienbischof" Klaus Küng, Caritas-Präsident Franz Küberl, ÖVP-Behindertensprecher Franz-Joseph Huainigg, der Familientherapeut Jeser Juul und der Salzburger Sozialethiker Prof. Clemens Sedmak. Ziel des Bandes ist es, einen Blick in die Zukunft der Familienentwicklung und der Familienpolitik zu wagen.

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) hkl/pwu/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0001