Brauner bei Wiener SPÖ-Frauen Konferenz: Keine echte Gerechtigkeit ohne Geschlechtergerechtigkeit

Was wir brauchen, ist eine Durchflutung aller Gesellschaftsbereiche mit Gerechtigkeit

Wien (OTS/SPW-K) - "Gerechtigkeit! Dieser zentrale Grundwert der Sozialdemokratie ist heute wichtiger denn je. Was wir brauchen, ist eine Durchflutung der Gesellschaft mit Gerechtigkeit - und zwar in allen Bereichen", betonte die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende, Vizebürgermeisterin Renate Brauner bei der Jahreskonferenz der Wiener SPÖ-Frauen am Samstag. Die Jahreskonferenz stand 2013 unter dem Motto "Wir Wiener Frauen. Qualifikation - Förderung - Gleichstellung, sozial und gerecht". Für Brauner steht dabei unumstößlich fest, dass es echte Gerechtigkeit nur dann geben kann, wenn endlich echte Geschlechtergerechtigkeit in allen gesellschaftlichen Bereichen gelebte Realität ist.

Eröffnet wurde die diesjährige Jahreskonferenz der Wiener SPÖ-Frauen von der Wiener Frauensekretärin, LAbg. Nicole Berger-Krotsch, Grußworte sprachen der Landesparteisekretär der SPÖ Wien, LAbg. Christian Deutsch, sowie die Frauenministerin und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. Die Frauenministerin bedankte sich bei den Wiener SPÖ Frauen für ihren engagierten Kampf für Gleichstellung zwischen den Geschlechtern. Denn: "Geht es uns Frauen gut, geht es allen gut". Die Stärke der Wiener SPÖ Frauen habe dafür gesorgt, dass Wien in Sachen Gehaltstransparenz, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Frauenförderung "immer drei Nasenlängen voraus" sei und ein Vorbild für ganz Österreich geworden ist.

Physik-Nobelpreisträgerinnen statt Hungerhaken-Models

"Ja, wir haben in Wien viel erreicht, wir haben eine frauengerechte und damit eine menschengerechte Stadt. Aber es gibt noch viel zu tun", so Brauner, die klarstellte, dass Bildung und Ausbildung im Kampf für Gleichstellung eine zentrale Rolle spielen. Mit ihren zahlreichen Maßnahmen zur gezielten Förderung von Frauen ist Wien zu einem Vorbild - auch weit über die Grenzen Österreichs hinaus -geworden. Der Qualifikationsplan, Gender-Budgeting, Gender-Mainstreaming, Gehaltstransparenz, Frauenquoten in den Führungsetagen stadtnaher Unternehmen, die Koppelung von öffentlichen Aufträgen an Frauenförderung, die frauenspezifischen Maßnahmen des Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds (waff), der Gratiskindergarten, die Wiener Ausbildungsgarantie und zahlreiche Maßnahmen mehr, zeigen, dass "Frauenförderung in Wien in allen Bereichen gelebt wird."

Das Ziel der Wiener Sozialdemokratinnen ist klar, so Brauner: "Jede Frau in Wien soll sicher, selbstbestimmt und unabhängig leben können." Daher steht für Brauner fest, dass man sich trotz der erfolgreichen Bilanz nicht zurücklehnen werde. Es gelte das Erreichte Tag für Tag aufs Neue zu verteidigen. Während andere Länder in Zeiten der Krise den Sparstift im Sozial- und Bildungsbereich ansetzen, hat sich Wien bewusst dazu entschieden, wichtige sozialpolitische Maßnahmen wie den Gratiskindergarten fortzuführen. "In Wien bleibt der Gratiskindergarten. Das ist gelebte Politik der Wiener Sozialdemokratie und darauf bin ich stolz."

Auch die Wiener Ausbildungsgarantie ist in Krisenzeiten bestehen geblieben und hat dazu geführt, dass die Zahl der Lehrstellensuchenden - trotz weltweiter Wirtschafts- und Finanzkrise - in Wien zurückgegangen ist. Damit ist Wien ein Vorbild für ganz Europa. Und, so Brauner: "Wir werden in unseren Anstrengungen nicht nachlassen. Wir lassen niemanden im Stich. Wir kümmern uns um jeden Jugendlichen." Denn fest steht: "Eine abgeschlossene Ausbildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit".

Um echte Gleichstellung weiter voranzutreiben, gelte es die Einkommensschere endlich zu schließen. Die Stadt setzt zahlreiche Initiativen um Mädchen für "frauenuntypische Berufe" zu begeistern. Denn, so Brauner: "Mädchen sollen nicht mehr davon träumen, Hungerhaken-Supermodel zu werden, sondern Physik-Nobelpreisträgerin!"

Schwarz-Blau war schlimmer als die Wirtschaftskrise

"Bei den Nationalratswahlen am 29. September geht es um sehr viel", betonte Brauner. Wofür andere Parteien wie die ÖVP und FPÖ stehen, das hätten sie bereits mehrfach deutlich gezeigt: Für Privatisierung, Ellbogengesellschaft, soziale Kälte, Hass und Neid. Und dass die Arbeitslosigkeit in der Regierungszeit von Schwarz-Blau höher gewesen sei, als in Zeiten der Wirtschaftskrise, zeige auch wozu diese Art der Politik führe. "Schwarz-Blau war schlimmer als die Wirtschaftskrise", brachte es Brauner auf den Punkt. Es sei daher essentiell, dass die Sozialdemokratie geschlossen in die Wahlauseinandersetzung hinein- und gestärkt aus dieser Wahl hervorgehe. Denn: "In wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht es eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt."

Nach dem Berichtsteil von Vizebürgermeisterin Renate Brauner wurde LAbg. Nicole Berger-Krotsch als Frauensekretärin der Wiener SPÖ wiederbestellt, während ihrer Karenzzeit vertritt sie Aline-Marie Hoffmann. "Ich wünsche Aline-Marie Hoffmann als meine Karenzvertretung alles Gute und viel Freude mit ihrer neuen Aufgabe. Das Frauensekretariat der Wiener SPÖ ist das Herzstück der sozialdemokratischen Frauenpolitik. Umso mehr freue mich, dass wir mit Aline-Marie Hoffmann eine junge, engagierte Kämpferin für die Rechte der Frauen in unserer Mitte begrüßen dürfen!", betonte LAbg. Nicole Berger-Krotsch, die sich auch während ihrer Karenzzeit als Bezirksfrauenvorsitzende in Mariahilf und als Wiener Gemeinderats-und Landtagsabgeordnete für die Anliegen der Wienerinnen stark machen wird.

Im Anschluss fand ein von Sonja Kato-Mailath-Pokorny moderierter und hochkarätig besetzter Expertinnentalk statt. Die sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Susanne Bluma, Barbara Novak, Sybille Straubinger, Tanja Wehsely und Nurten Yilmaz sowie die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Beate Wimmer-Buchinger diskutierten zum Thema "Mehr Chancen für Frauen durch Qualifikation, Förderung und Gleichstellung." (Schluss) sv

Rückfragehinweis:

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
wien.presse@spoe.at
http://www.wien.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10002