Elektro-/Elektronikindustrie: Mindestlöhne und -gehälter steigen bis zu 3,2%

PRO-GE und GPA-djp: Deutliches Einkommensplus für rund 60.000 Beschäftigte. PLUS: Option für mehr nachhaltige Freizeit statt Geld

WIEN (OTS/ÖGB/PRO-GE/GPA-djp) - In der dritten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die Elektro-/Elektronikindustrie (EEI) konnten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp am 19. April 2013 für die rund 60.000 Beschäftigten einen Abschluss erzielen. Nach der Textilindustrie ist dies nun der zweite Abschluss der wichtigen industriellen Frühjahrslohn und -gehaltsrunden.

Die Mindestlöhne und -gehälter steigen zwischen 3,2 und 3,0 Prozent. Ist-Löhne und -Gehälter werden um 3,0 bis 2,8 Prozent erhöht. Lehrlingsentschädigungen steigen um 3,2 Prozent. "Das ist ein nachhaltiger und deutlicher Reallohnzuwachs. Das Einkommensplus stärkt die Kaufkraft der Beschäftigten", betonen die beiden Chefverhandler Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Proyer (GPA-djp). Zudem vereinbarten die Gewerkschaften ein neues Modell, die Ist-Erhöhung in nachhaltige Freizeit umzuwandeln.
Dafür zwingend notwendig ist der Abschluss einer Betriebsvereinbarung. "Alle Beschäftigten sollen künftig individuell mitentscheiden können, ob sie kürzer arbeiten, also Geld in nachhaltige Freizeit eintauschen", sagen die beiden Chefverhandler zu diesem Vorzeigeprojekt.
Die Gewerkschaften hatten bereits zuvor eine österreichweite BetriebsrätInnen-Konferenz und flächendeckende Betriebsversammlungen einberufen, falls es in der dritten Runde zu keinem Abschluss gekommen wäre. Nach harten neunstündigen Verhandlungen konnten das Verhandlungsteam der ArbeitnehmerInnen nun deutliche Steigerungen der Löhne und Gehälter durchsetzten.

Der Abschluss im Detail:
- KV-Löhne und -Gehälter: + 3,2 % bis 3,0 %
- Ist-Löhne und -Gehälter: + 3,0 % bis 2,8 %
Neuer Mindestlohn bzw. neues Mindestgrundgehalt: 1.618,62 Euro
- Lehrlinge: + 3,2 %
- Zulagen: + 2,8 %
- Aufwandsentschädigungen: + 2,5 %
- Gültigkeitstermin: 1. Mai 2013

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