Neues Volksblatt: "Wert des Sonntags" von Markus EBERT

Ausgabe vom 19. April 2013

Linz (OTS) - Wenn alle vier Parteien im oberösterreichischen Landtag eine Resolution an den Bund verabschieden (Bericht Seite 4), in der sie sich für den arbeitsfreien Sonntag stark machen, bedeutet das nicht, dass die Politik die Augen vor der Realität verschließt. Natürlich weiß man, dass auch am Sonntag Menschen arbeiten, doch das sei die als Dienst an der Gesellschaft notwendige Arbeit, wie ausdrücklich betont wird. Und diese Form der Sonntagsarbeit wird auch anders honoriert, sowohl finanziell als auch, was die Wertschätzung betrifft.
Im Gegensatz zur Salzburger SPÖ-Landeshauptfrau, die sich über die Sonntagsöffnung eines Supermarktes am dortigen Hauptbahnhof freute, gehen die Uhren in Oberösterreich seit jeher anders. Die unmissverständliche Botschaft der Politik lautet: "Hände weg vom Sonntag!", denn dieser Tag gehört den Familien, er ist wichtig für die sozialen Kontakte und ein funktionierendes Vereinswesen. Auch das Arbeitsplatzargument greift zu kurz. Wie in der Resolution betont wird, sehen es die Abgeordneten als "wesentliche öffentliche Verpflichtung an, für bestmögliche Bedingungen zur Sicherung und Neuschaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen mit guten Arbeitsbedingungen" zu sorgen. Getan ist es freilich mit der Resolution nicht, vielmehr bedarf des der ständigen Bewusstseinsbildung, dass der Wert des Sonntags nicht in Umsätzen zu messen ist.

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