FP-Haslinger: Suchttherapie muss dringend reformiert werden

Geschäft mit Arznei hat offenbar mehr Priorität als effektive Behandlung Suchtkranker

Wien (OTS/fpd) - Die Verschreibepraxis der Medikamente zur Behandlung drogenkranker Menschen läuft unkontrolliert in eine absolut falsche Richtung. Zu viele Ersatzdrogen (Substitution) für die Patienten und keine Kontrolle über den tatsächlichen Bedarf stellen ein massives Problem dar, kritisiert Wiens FPÖ-Gemeinderat Gerhard Haslinger und verweist auf einen heute veröffentlichten Vergleich, der aufzeigt, dass die Heroinersatztherapie in Österreich gegenüber Deutschland gescheitert ist. In Österreich ist die Zahl jener Personen, die sich in Substitutionsbehandlung befinden, in den letzten zehn Jahren von rund 5.500 auf 16.500 angestiegen. Trotzdem sind in dem Vergleichszeitraum fast 40 Menschen mehr dem Drogentod erlegen. Deutschland hat hier ganz klar bessere Ergebnisse erzielt. Die Zahl der Drogentoten haben sich sogar um 35 Prozent verringert.

Endlich wird die verfehlte Substitutionsbehandlung, wie von der FPÖ permanent aufgezeigt, auch von der Drogenambulanz im Wiener AKH erkannt. SPÖ-Gesundheitsstadträtin Wehsely muss auf diese Vorhalte reagieren und die Suchthilfe Wien zu Maßnahmen auffordern. Denn auch die Internetseite "Substitot - unsere öffentliche Anklage" zeichnet ein deutliches Bild der Situation in Wien aus der Sicht der Betroffenen.

Die unkontrollierte Suchtbehandlung und die rasche Verschreibung von Drogenersatzstoffen führen auch dazu, dass Drogenkranke dadurch sogar süchtig gemacht werden, obwohl sie noch kein ausgeprägtes Suchtverhalten haben. Die zu großen Mengen der verschriebenen Substitutionsmittel leisten dem Handel damit Vorschub. Obwohl die FPÖ seit Jahr und Tag auf die Problematik hinweist, hat sich nichts an der Praxis verändert. Es ist zu befürchten, dass in Österreich und hier speziell in Wien das Geschäft mit den Medikamenten Priorität vor einer effektiven Behandlung hat, schließt Haslinger. (Schluss) hn

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ-Wien, Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0005