Mitterlehner: Österreich unterzeichnet Teilnahmevertrag für EXPO 2015 in Mailand

EXPO ist wichtige Plattform für Österreichs Wirtschaft - Neuer EXPO-Regierungskommissär Josef Pröll unterfertigte Vertrag in Mailand - Leitl erwartet Schub für Export

Mailand/Wien (OTS/BMWFJ/WKO) - Auf Vorschlag von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat die Bundesregierung den früheren Vizekanzler Josef Pröll zum Regierungskommissär für die Weltausstellung EXPO 2015 in Mailand bestellt. In dieser Funktion hat Pröll heute, Donnerstag, in Mailand den entsprechenden Teilnahmevertrag der Republik Österreich unterzeichnet. "Die EXPO ist eine hervorragende Plattform, um die Leistungskraft der österreichischen Wirtschaft bei unserem zweitwichtigsten Handelspartner zu präsentieren", betont Mitterlehner. "Darüber hinaus widmet sich die Weltausstellung mit dem Generalthema 'Feeding the Planet, Energy for Life' und der starken Ausrichtung auf Ökologie und Nachhaltigkeit mehreren entscheidenden Zukunftsthemen. Durch ihr weltweit anerkanntes Know-how bei Öko-Innovationen, Lebensmitteln und Kulinarik können unsere Exportunternehmen von dieser Weltausstellung besonders profitieren und damit künftig noch mehr Arbeitsplätze im Inland schaffen", so Mitterlehner.

Die italienischen Veranstalter erwarten sich 30 Millionen Besucher und einen Konjunkturschub für die Wirtschaftsmetropole Mailand sowie Norditalien allgemein. "Der EXPO-Zuschlag hat bereits ein Milliarden schweres Investitionsprogramm für die Region in Gang gesetzt. Neben der Entwicklung des Ausstellungsgeländes selbst stehen umfangreiche Infrastrukturprojekte, die Modernisierung der bestehenden Tourismusstruktur sowie innovative Mobilitätsprogramme zur Realisierung an. Österreichische Firmen werden doppelt profitieren. Einerseits von den Investitionsprojekten, die rund um die Gestaltung der EXPO initiiert werden. Andererseits durch die Präsentation österreichischer Produkte und Dienstleistungen im Rahmen der EXPO selbst. Ein breites positives Image bei den Besuchern wird gleichzeitig einen Schub bei unseren Exportaktivitäten herbeiführen", betont Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl.

Der österreichische EXPO-Pavillon soll das Generalthema Ernährung & Energie auch im Architekturprojekt widerspiegeln. Dazu betont Regierungskommissär Pröll: "Die Ausstellungsbesucher sollen bekannte Elemente des allgemeinen Österreich-Bildes wieder finden und gleichzeitig Neues und Überraschendes erfahren. Beim Verlassen der 'Erlebniswelt Österreich' soll das vorhandene Österreich-Bild des Ausstellungsbesuchers in einigen Ausprägungen weiterentwickelt worden sein." Unterzeichnet wurde der Teilnahmevertrag heute von Regierungskommissär Pröll sowie von italienischer Seite durch Giuseppe Sala (CEO der Expo-Gesellschaft) im Beisein der österreichischen Generalkonsulin Sigrid Berka und dem österreichischen Wirtschaftsdelegierten Michael Berger sowie dem Projektleiter Rudolf Ruzicka.

Italien ist Österreichs zweitwichtigster Handelspartner mit einem Handelsvolumen von rund 16,6 Milliarden Euro im Jahr 2012 und einem Exportvolumen von rund 8,4 Milliarden Euro, was einem Anteil an den österreichischen Gesamtexporten von rund sieben Prozent entspricht. Mit der Unterzeichnung des Teilnahmevertrags an der Expo sichert sich Österreich für den Ausstellungszeitraum von 1. Mai 2015 bis 31. Oktober 2015 eine rund 2.000 Quadratmeter große, zentral gelegene Parzelle in Nachbarschaft zu Deutschland, der Schweiz sowie zum Gastgeberland Italien. Für den Österreich-Pavillon werden jetzt interdisziplinäre Teams zu einem Ideenwettbewerb eingeladen, dessen Ergebnisse in einen Realisierungswettbewerb fließen. Das Siegerprojekt sollte bis Ende 2013 feststehen.

Positive Bilanz der EXPO 2010 in Shanghai

Schon die österreichischen Beteiligungen an den vorangegangenen Weltausstellungen haben den Wirtschaftsstandort Österreich gestärkt:
So konnte durch die EXPO-Beteiligung 2010 in Shanghai die dort herrschende Aufbruchsstimmung von der österreichischen Exportwirtschaft optimal genutzt werden, wie die Exportsteigerungen von 39 Prozent im Jahr 2010 belegen. Aber auch die Anzahl chinesischer Touristen, die Österreich besuchten, ist seit der Expo deutlich gestiegen. 2010 kamen rund 20 Prozent mehr chinesische Touristen nach Österreich, 2011 stieg die Besucheranzahl sogar um 43 Prozent und 2012 um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei der EXPO 2015 handelt es sich um die zweite Weltausstellung, welche die Stadt Mailand ausrichtet. Die erste fand vor mehr als hundert Jahren 1906 statt und beschäftigte sich mit dem Thema "Verkehr". Österreich war schon bei diesem Event mit umfangreicher Präsenz vertreten.

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