Schultes: Greenpeace demonstriert vor falschem Ministerium

Gesundheitsminister Stöger für Bienengesundheit zuständig

Wien, 18.04.2013 (OTS/ÖVP-PK) - "Die Demonstration von Greenpeace vor dem Landwirtschaftsministerium zeigt, dass es der Umweltschutzorganisation nicht um die Sache, sondern nur um Eigenpromotion geht", sagte ÖVP-Umweltsprecher Hermann Schultes heute, Donnerstag. Hintergrund ist die vor allem seitens der Opposition thematisierte Verwendung von Insektiziden aus der Gruppe der Neonicotinoide, die für den Totfall von Bienenvölkern verantwortlich sein sollen. "Bei sachgemäßer Anwendung sind diese Insektizide als völlig unbedenklich für Bienen eingestuft worden. Von Bienensterben oder dem Totfall ganzer Völker kann keine Rede sein -gerade das Gegenteil ist hier der Fall. Würden diese Pflanzenschutzmittel tatsächlich zu einem Bienensterben führen, hätten sie nie eine Zulassung bekommen oder würden bereits verboten worden sein", so Schultes weiter, der die Demonstranten einlud, die Kampagnisierung doch bei Gesundheitsminister Stöger fortzusetzen, bei dem in der Regierung dieses Thema fachlich ressortiere.

Zum Schutz der Bienen seien seit 2009 umfassende Maßnahmen wie die Aufhebung des Beizgebotes, neue Auflagen bezüglich der Maisfruchtfolge und verbesserte Anwendungsvorschriften von Pflanzenschutzmitteln zum Schutz der Bienen umgesetzt worden. Das geforderte EU-weite Verbot von Neoniotinoiden würde hingegen keine Lösung in der Frage des massiven Bienensterbens bedeuten. Krankheiten von Bienenvölkern, Haltungsfehler und die Varroamilbe würden weiterhin die Hauptursachen des Bienensterbens bleiben. "Das Verbot dieser Insektizidgruppe bedeute aufgrund der verstärkten Verbreitung des Maiswurzelbohrers und des Drahtwurms einen Verlust von Wettbewerbsfähigkeit für viele landwirtschaftliche Betriebe in Österreich", so Schultes, der abschließend eine Rückkehr zur Sachpolitik forderte. (Schluss)

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