Berlakovich: Güssinger Teiche schützen Klima und biologische Vielfalt

30 Jahre Ramsar-Konvention in Österreich - Güssinger Teiche sind 21. Ramsar-Gebiet

Güssing (OTS) - Mit den Güssinger Teichen wird ein weiteres heimisches Naturjuwel zum 21. österreichischen Ramsar-Gebiet erklärt. "Feuchtgebiete wie Teiche, Quellen, Sümpfe und Moore leisten viele ökologischen Aufgaben. Sie spielen eine wichtige Rolle im Wasserkreislauf und tragen nicht nur zur Sicherung unseres Trinkwassers und zum Hochwasserschutz bei, sondern auch zum Klimaschutz und zur biologischen Vielfalt", hebt Umweltminister Niki Berlakovich die Bedeutung der Güssinger Teiche anlässlich des 30. Jahrestages der Ramsar Konvention in Österreich hervor.
"Die Ramsar-Konvention trägt wesentlich dazu bei, die biologischer Vielfalt zu erhalten", betont der Minister weiter.

Biologische Vielfalt erhalten - Heimat gefährdeter Tiere

Diese Aufgabe erfüllen auch die Güssinger Teiche. Das rund 100 ha große Gebiet von Fischteichen samt deren Ufer hat für die Vogelwelt des Südburgenlands eine einzigartige Bedeutung: Viele seltene Arten sind hier beheimatet, unter anderem auch der hochgefährdete Seeadler oder Nachtreiher.
Durch die Erhebung zum 21. Ramsar Gebiet wird die Wichtigkeit der Teiche ein weiteres Mal unterstrichen. Denn auch der Naturschutzbund arbeitet gemeinsam mit Bund und Land an einem Leaderprojekt zur Erhaltung und Pflege dieser Gebiete.

Größtes Schutzgebiete-Netzwerk der Welt

Die Ramsar Konvention ist das wichtigste internationale Abkommen zum Schutz von Feuchtgebieten. Sie wurde im Jahr 1971 in der iranischen Stadt Ramsar am Kaspischen Meer beschlossen. Seither haben 165 Länder unterzeichnet. Österreich ist vor 30 Jahren, am 12. April 1983, beigetreten.

Gemeinsam haben sie bereits 2.114 Ramsar-Gebiete mit einer Fläche von insgesamt 205 Millionen Hektar nominiert. Das dadurch entstandene Netzwerk an Schutzgebieten ist das größte der Welt und entspricht etwa der 40-fachen Fläche der Schweiz. Die Ramsar Konvention ist bisher das einzige internationale Abkommen, das sich mit einem speziellen Lebensraum, nämlich den Feuchtgebieten, befasst.

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