Teil 2 des "Universum History"-Zweiteilers "Die Blutspur der Medici" am 19. April im ORF

Wien (OTS) - Fürsten und Kunstmäzene, Intriganten und Mörder - welche Bezeichnung auch immer den Medici gerecht wird, eines ist sicher:
Mehr als dreihundert Jahre lang beherrschte diese Familie die Geschicke der gesamten westlichen Welt. Als eine der einflussreichsten Dynastien der Renaissance stellte der Medici-Clan zwei Päpste, zwei Königinnen und zahlreiche Fürsten und Prinzen. Wer dem unaufhaltsamen Aufstieg im Wege stand, wurde beiseite geschafft -durch vortrefflich ausgefeilte Ränkespiele oder durch kaltblütigen Mord. Das belegt der zweite, von Judith Voelker gestaltete Teil des "Universum History"-Zweiteilers "Die Blutspur der Medici" am Freitag, dem 19. April 2013, um 22.40 Uhr in ORF 2.

Was Historiker/innen bisher nur vermutet haben, können Wissenschafter/innen heute belegen: Getrieben von Liebe und Leidenschaft, Hass und Neid, Intrigen und Eifersucht schrecken die Medici kaum vor etwas zurück - so klärt dieser Zweiteiler drei bisher ungelöste Mordfälle. Ein europäisches Forscherteam hat insgesamt 28 Familienmitglieder der mächtigsten Dynastie Italiens in der Familienkrypta Florenz exhumiert und mehr als zehn Jahre lang untersucht. Im Mittelpunkt des zweiten Teils: die schöne Bianca.

In jungen Jahren lernt der künftige Großherzog Francesco Bianca Cappello kennen und lieben. Doch für ihn ist bereits eine Ehe arrangiert: mit der Kaisertochter Johanna von Österreich. Er fügt sich dem Wunsch seines Vaters Cosimo und heiratet die hochmütige Habsburgerin, hält aber auch in dieser freudlosen Ehe an seiner Mätresse Bianca fest.

Sein jüngerer Bruder Ferdinando hat wenig Verständnis für die Gefühle Francescos und intrigiert gegen Bianca. Ferdinando weiß um die Bedeutung, die eine Verbindung mit dem Kaiserhaus der Familie Medici einbringt. Er drängt seinen Bruder mehrfach, sich von seiner Mätresse zu lösen. Doch für Ferdinando geht es noch um viel mehr. Er neidet seinem Bruder die Privilegien des Erstgeborenen. Als Zweitgeborener ist es sein Schicksal, als Kardinal in Rom die Interessen der Familie zu vertreten - eine Aufgabe, die ihm nicht liegt. Er sucht nach neuen Herausforderungen.

Johanna von Österreich stirbt, und Francesco heiratet seine langjährige Geliebte. Johannas Sohn folgt seiner Mutter bald darauf ins Grab. Damit ist der einzige legitime Nachfolger tot. Ferdinando muss fürchten, dass Bianca ihr eigenes Kind als Erben auf den Thron befördern will. Jetzt ist das Maß für Ferdinando voll. Er muss handeln, bevor der illegitime Sohn volljährig wird. Nur so kann er selbst vielleicht noch auf den Herzogsthron gelangen. Er schließt Frieden mit seinem Bruder. Doch kurze Zeit später sind Francesco und Bianca tot.

Ferdinando wird der neue Großherzog. Während der alte Großherzog mit allen Ehren in der Begräbniskirche der Medici bestattet wird, fehlt vom Leichnam Bianca Cappellos bis heute jede Spur. Etwas zu viel des Zufalls, findet Donatella Lippi, die Leiterin des Forschungsteams. Mit ihr macht sich der Film auf die Suche nach den sterblichen Überresten Biancas und den wahren Todesursachen. Nach mehr als 400 Jahren versuchen Wissenschafter/innen nun beweisen, was die Zeitgenossen der Medici nur vermuten konnten.

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