Wlodkowski: Landwirtschaftskammer lässt Almbauern nicht im Stich

Flächenfeststellung: Bauern wollen Sicherheit und Klarheit

Wien (OTS) - "Die Almwirtschaft hat in Österreich eine ganz besondere Bedeutung. Die Almfutterfläche umfasst rund 390.000 ha, insgesamt weiden auf diesen 8.400 Almen rund 260.000 Rinder, 52.000 Milchkühe, 9.000 Pferde, 120.000 Schafe und 10.000 Ziegen. Doch Erhaltung und Bewirtschaftung dieser Kulturlandschaft sind nur unter erschwerten Arbeitsbedingungen möglich. Um die nachhaltige Bewirtschaftung und so die Existenz der Almen zu sichern, unterstützt die EU die Almbauern mit entsprechenden Förderungen. Die dazu notwendige Flächenfeststellung erfolgt im Auftrag des Lebensministeriums durch die Landwirtschaftskammern, die dabei eine hohe Verantwortung übernommen haben. Diese Abwicklung stellt eine große Herausforderung dar, gilt es doch, einem dichten Regelsystem mit hohen Ansprüchen an Genauigkeit und Präzision gerecht zu werden. Die zwischen der EU-Kontrolle und Österreich von der EU festgestellten Abweichungen sind nun Gegenstand weiterer Untersuchungen. Die Kammer lässt dabei die Bauern nicht im Stich, denn diese brauchen ja Klarheit, um auch in Zukunft im Einklang mit den strengen EU-Richtlinien ihre Almen zu bewirtschaften", erklärte heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich.

"Der gemeinsam zwischen dem Ministerium und den Vertretern der Länder und der Landwirtschaftskammern vereinbarte Weg wie auch die nun eingesetzte Expertenkommission unter der Leitung des früheren Agrarkommissars Franz Fischler geben den Almbauern Sicherheit. Einerseits haben jene die Möglichkeit, eventuelle Abweichungen ohne Sanktionen richtigzustellen, andererseits werden strittige Fälle von der Kommission beurteilt", so Wlodkowski.

Almen für Gesellschaft wichtig

"Bewirtschaftete und dadurch erhaltene Almen sind für die gesamte Gesellschaft von großer Bedeutung. Neben der landwirtschaftlichen Produktionsfunktion sind vor allem die ökologische Funktion der Almflächen, der Schutz vor Naturgefahren sowie die Erholungs- und Wohlfahrtsfunktion wesentlich für die gesamte Gesellschaft. Andere Wirtschaftssektoren wie etwa der Tourismus profitieren maßgeblich von einer funktionierenden Almwirtschaft. Daher ist es uns ein wichtiges Anliegen, rasch zu positiven Ergebnissen zu kommen und die Differenzen zwischen den heimischen Almbauern und der EU auszuräumen", stellte Wlodkowski fest.
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