Csörgits zu Sozialbericht: Auswirkungen der Krise in Österreich gut abgefedert

Ungleiche Vermögensverteilung bietet Stoff für Verteilungsdebatten

Wien (OTS/SK) - "Rückenwind für den sozialdemokratischen Weg durch die Krise und viel Stoff für weitere Verteilungsdebatten", das sind für SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits die wesentlichen Ergebnisse des Sozialberichtes, der heute, Mittwoch, im Sozialausschuss behandelt wird. "Der Sozialbericht beschäftigt sich mit den Jahren 2011 und 2012 - dadurch haben wir die Auswirkungen der Krise auf die soziale Lage in Österreich präzise abgebildet. Und die Daten zeigen:
Österreich konnte die Krisen-Folgen gerade für kleine und mittlere Einkommen im EU-Vergleich gut abfedern", erläuterte Csörgits gegenüber den SPÖ-Pressedienst. ****

Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise stellt der Bericht eine Steigerung der realen Haushaltseinkommen (2008-2010: 2,4 Prozent) fest. Außerdem haben sich Umverteilungsmaßnahmen und Sozialtransfers als wichtige Stabilisatoren in Krisenzeiten erwiesen. "Die österreichische Regierung hat in der Krise genau die richtigen Maßnahmen gesetzt. Die positiven Effekt von Arbeitsmarktoffensive, Jugendbeschäftigungsgarantie, Steuerreform und Familienförderung sind unbestreitbar", so Csörgits.

Gleichzeitig biete der Sozialbericht viel Stoff für Verteilungsdebatten und zeige eine sehr ungleiche Einkommensverteilung in Österreich. 2011 waren über eine Million Österreicherinnen und Österreicher armutsgefährdet. Während die obersten fünf Prozent 45 Prozent des Vermögens besitzen, entfallen auf die untere Hälfte nur 4 Prozent. "Als große soziale Probleme wurden steigende Wohnkosten und unzureichende Arbeitseinkommen aus Teilzeitarbeit und atypischer Beschäftigung identifiziert. Hier müssen wir wohn- und beschäftigungspolitisch weiterarbeiten", betonte die SPÖ-Sozialsprecherin. Die beste Vorsorge gegen Armut sei Vollzeiterwerbsarbeit: Wer sich in einem kollektivvertraglich geregelten Erwerbsverhältnis befindet, hat eindeutig weniger Armutsrisiko. (Schluss) up/ph/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0005