Schwentner: Österreich bei Gleichstellung säumig

Grüne unterstützen AK-Forderung nach genaueren Gehaltsangaben in Stellenanzeigen

Wien (OTS) - Dem Wunsch der Arbeiterkammer nach mehr Transparenz über die real bezahlten Einkommen kann sich Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, nur anschließen: "Die Regelung zur Gehaltsangabe in Stellenanzeigen im Gleichbehandlungsgesetz sollte rasch verbessert werden. Es muss klar sein, nach welchem Kollektivvertrag sich die Entlohnung richtet und in welcher Bandbreite sich die für die Stelle angedachte Entlohnung bewegen wird." Eine Analyse von Stellenanzeigen in österreichischen Tageszeitungen durch die Arbeiterkammer ergab, dass die meisten Unternehmen die gesetzlichen Vorschriften zu den Gehaltsangaben erfüllen. In der Regel werde jedoch nur das Mindestgehalt, das von der tatsächlichen Entlohnung stark abweichen kann, angeführt.

Die bereits für Ende 2012 geplante Novelle des Gleichbehandlungsgesetzes liege ohnehin seit November 2012 auf Eis. Die EU-Selbständigen-Gleichbehandlungsrichtlinie hätte schon bis 5. August 2012 in nationales Recht umgesetzt werden müssen. "Hier bietet sich die Möglichkeit, Verbesserungen bei den Gehaltsangaben in den Gesetzesentwurf noch mitaufzunehmen. Die Regierung ist gefordert, die Novelle zum Gleichbehandlungsgesetz noch vor den Wahlen umzusetzen", sagt Judith Schwentner.

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