"Kaufen für die Müllhalde" im ORF-"dok.film": Preisgekrönte Doku über industrielle Wegwerf-Strategie

Am Sonntag, dem 21. April, um 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Ein kritischer Blick auf die moderne Wegwerfgesellschaft: "Kaufen für die Müllhalde" lautet der Titel der international vielfach preisgekrönten Dokumentation von Cosima Dannoritzer, die "dok.film" am Sonntag, dem 21. April 2013, um 23.05 Uhr in ORF 2 präsentiert. Darin befasst sich die deutsche Filmemacherin mit dem Phänomen der "geplanten Obsoleszenz" als Teil einer industriellen Produktstrategie. Bei zahlreichen Konsumgütern ist der Verschleiß von den Herstellern vorprogrammiert, seien es Glühbirnen, Computer oder Handys. Der Kunde soll ein defektes Gerät nicht reparieren lassen, sondern das Altgerät entsorgen und gefälligst ein neues kaufen! Schließlich ist Konsum der Motor einer wachstumsorientierten Gesellschaft! Verheerende Umweltfolgen, wie zum Beispiel riesige Elektromüllhalden, sind die Konsequenz dieser beabsichtigten, eingeschränkten Lebensdauer. "Kauf für die Müllhalden" entstand als französisch-spanische Koproduktion im Jahr 2010 und wurde in mehr als 20 Länder verkauft.

Mehr zum Inhalt:

Glühbirnen, Nylonstrümpfe, Drucker, Mobiltelefone - die bewusste Verkürzung der Lebensdauer eines Industrieerzeugnisses, um die Wirtschaft in Schwung zu halten, ist Teil einer ausgeklügelten, wirtschaftlichen Strategie. Bereits 1928 schrieb eine Werbezeitschrift unverhohlen: "Ein Artikel, der sich nicht abnutzt, ist eine Tragödie fürs Geschäft".

Gestützt auf mehr als drei Jahre dauernde Recherchen erzählt der Film "Kaufen für die Müllhalde" die seltsame Geschichte der "geplanten Obsoleszenz". Sie beginnt in den 1920er Jahren mit der Schaffung eines Kartells, das die Lebensdauer von Glühbirnen begrenzt, und gewinnt in den 1950er Jahren mit der Entstehung der Konsumgesellschaft weiter an Boden.

Heute wollen sich viele Verbraucher/innen nicht mehr mit diesem System abfinden. Als Beispiel für dessen verheerende Umweltfolgen zeigt der Dokumentarfilm die riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra. Neben diesem schonungslosen Blick auf die Wegwerfgesellschaft stellt Filmemacherin Cosima Dannoritzer auch die Lösungsansätze von Unternehmern vor, die alternative Produktionsweisen entwickeln. Und Intellektuelle mahnen, die Technik möge sich auf ihre ursprüngliche Aufgabe zurückbesinnen, auf die dauerhafte Erleichterung des Alltags ohne gleichzeitige Verwüstung des Planeten.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0007