Korun: Staatsbürgerschaftsreform soll Geburtslandprinzip wie in Deutschland einführen

Hier aufgewachsene Kinder nicht zu "Ausländern" machen

Wien (OTS) - "Geld bestimmt, wer ÖsterreicherIn werden darf und wer nicht. Ist das fair?" fragt Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, anlässlich des heute von SOS-Mitmensch aufgezeigten Falls eines hier aufgewachsenen und seit 20 Jahren hier lebenden jungen Mannes, der nun als Lehrling arbeitet aber von der Staatsbürgerschaft ausgeschlossen wird, weil er als Lehrling die hohe Einkommensgrenze nicht erreichen kann. "Das zeigt uns zum wiederholten Mal, dass unser Staatsbürgerschaftsgesetz schon lange an den Realitäten des echten Lebens vorbeimurkst. Und das auf Kosten einer ganzen Generation von jungen Leuten, die hier aufgewachsen sind, oft auch hier geboren wurden, und dann per Gesetz zu Ausländern 'gemacht' werden", kritisiert Korun die Missstände im jetzigen Staatsbürgerschaftsgesetz.

"Kinder und Jugendliche, die hier geboren wurden und deren Eltern hier seit Jahren rechtmäßig niedergelassen sind, sind faktisch Österreicher. Warum traut sich Staatssekretär Kurz nicht, eine Staatsbürgerschaftsreform wie in Deutschland vorzuschlagen, damit zumindest die 3. Generation per Geburt Österreicher ist? Kinder mit auf Dauer hier lebenden Eltern sollten per Geburt die Staatsbürgerschaft bekommen. Das wäre eine tausendmal bessere Chancengleichheitspolitik als jährlich 10.000 hier geborene Kinder künstlich zu 'Ausländern' zu machen", schließt Korun.

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