Junge Industrie fordert Ende der Politik auf Kosten der Jungen

JI-Bundesvorsitzende Niss: Sind von Generationengerechtigkeit weit entfernt - Budgetplanung der Bundesregierung "zu wenig ambitioniert" - Mehr Investitionen in frühkindliche Bildung

Wien (OTS) - "Leider haben wir es nun schwarz auf weiß: Von einer echten Generationengerechtigkeit sind wir in Österreich auch weiterhin weit entfernt", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, zu den Ergebnissen einer Studie der Bertelsmann-Stiftung. In dieser belegt Österreich in Sachen Generationengerechtigkeit nur Patz 20 von 29 unter den untersuchten OECD-Staaten. Angesichts dessen sei auch "der von der Bundesregierung in Auge gefasste Budgetpfad für die nächsten Jahre viel zu wenig ambitioniert", so Niss. Zwar sei es prinzipiell begrüßenswert, dass aufgrund der Budgetplanung "Wahlzuckerl" verhindert werden sollen, "ob dieses Versprechen aber auch wirklich die Nationalratswahl überlebt, wird man sehen müssen - die österreichische Erfahrung lehrt da große Skepsis." Insgesamt, so Niss, sollte Österreich aber "so bald als möglich" mit einem "echten Schuldenabbau" beginnen, also Budgetüberschüsse erzielen, statt nur die Neuverschuldung zu verringern.

"Schon jetzt trägt jedes Kind in Österreich einen schweren Schuldenrucksack mit sich herum, das ist weder fair noch gerecht", betonte Niss. Mehr Investitionen in die Jugend werden dementsprechend auch von der Bertelsmann-Studie empfohlen: "Auch wir von der Jungen Industrie haben wiederholt mehr Investitionen in die frühkindliche Bildung verlangt. Dass im Rahmen der Neuorganisation der Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen der Bereich der frühkindlichen Bildung zu wenig berücksichtigt wurde, ist leider ein sehr bedenkliches Signal", so die Bundesvorsitzende, die darauf hinwies, dass mittlerweile Österreich als einziges Land in der EU keine verpflichtende Ausbildung für Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen auf tertiärem Niveau anpeile. "Mag sein, dass eine Umstellung nicht von heute auf morgen möglich ist. Aber zumindest das Ziel, das Niveau der Ausbildung im frühkindlichen Bereich zu heben, hätte konsensfähig sein und als politisches Ziel festgehalten werden müssen. Es ist bedauerlich, dass die Regierung hier den Empfehlungen der Experten-und Vorbereitungsgruppe nicht gefolgt ist", betonte Niss. Abgeschafft gehöre in diesem Bereich auch der "Föderalismuswahnsinn", so Niss abschließend: "Es ist nicht fair, dass es in Österreich die Qualität der frühkindlichen Bildung und Betreuung rein vom Wohnort abhängig ist."

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