ÖAMTC-Flugrettung: Leistungsrückgang bei Krankenkassen

Kostenrückerstattung seit Jahren abnehmend

Wien (OTS) - "Natürlich ist es beeindruckend, wenn Einsparungsziele bereits vor gesetzten Fristen erreicht werden", kommentiert Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, die Jubelmeldungen der Krankenkassen vom vergangenen Wochenende. "Einzig, dass dies ohne massive Leistungseinschränkungen vonstatten gegangen sein soll, können wir nicht nachvollziehen." Nicht zuletzt aufgrund antiquierter Abrechnungsmodalitäten gingen die Leistungsbeiträge für die ÖAMTC-Flugrettung bei gleichbleibender Schwere der Notfälle im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent zurück. "Wenn wir die vergangenen vier Jahre heranziehen, dann sprechen wir sogar von einem Rückgang um zwölf Prozent", verdeutlicht Kraxner.

Die gängige Abrechnungspraxis der Krankenkassen ist nicht nur verwaltungsaufwändig, sondern auch unfair. Über die medizinische Notwendigkeit eines Einsatzes entscheidet nämlich der Chefarzt der jeweiligen Krankenkasse erst im Nachhinein, basierend auf Spitalsbefunden, die mit den am Notfallort zur Verfügung stehenden Diagnosegeräten gar nicht möglich wären. "Hinzu kommt, dass die ÖAMTC-Flugrettung gar nicht beeinflussen kann, zu welchen Einsätzen sie gerufen wird", ergänzt Kraxner. "Jedem unserer Einsätze geht eine Alarmierung durch eine zertifizierte Leitstelle voraus. Das wurde in der Vergangenheit wiederholt als Grundlage für die Kostenübernahme seitens der Sozialversicherungsträger eingefordert."

Schulterschluss österreichischer Flugrettungsbetreiber

Letztendlich machen die Krankenkassen im Augenblick nichts anderes, als die tatsächlichen Kosten auf die öffentliche Hand, in erster Linie die Länder, umzuwälzen. "Anstatt im Bereich der Einsatzverrechnung tatsächliche Einsparungspotenziale auszuloten, werden einfach weniger Einsätze bezahlt", beschreibt der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung die Vorgehensweise der Krankenkassen.

Dass es auch anders gehen kann, haben die österreichischen Flugrettungsbetreiber bereits im vergangenen Jahr gemeinsam dem Hauptverband präsentiert. "Uns geht es vor allem darum, alle geflogenen Einsätze abgegolten zu bekommen", betont Kraxner. "Wir haben daher vorgeschlagen jene Pauschalen, die wir für geflogene Einsätze erhalten zu reduzieren." Was auf den ersten Blick nach einer Teuerung für die Kostenträger ausschaut, hilft jedoch, nachhaltig Kosten zu reduzieren. "Einsparungen werden dadurch in erster Linie in der Verwaltung erzielt", so der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. "Eine aufwändige und zeitintensive 'Nachprüfung' jedes einzelnen Falles wäre somit hinfällig."

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