Winterpaket 2013: Wohnungslosenhilfe zieht erste Bilanz

Zusätzliche Plätze in Nachtquartieren und in der Tagesbetreuung, erfolgreiche Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen

Wien (OTS) - Die Maßnahmen der Wiener Wohnungslosenhilfe sind aufgrund des langen Winters dieses Jahr von besonderer Bedeutung, um akut wohnungslosen Menschen in der kalten Jahreszeit rasch und flexibel zu helfen. "Gemeinsam mit dem Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariterbund, "wieder wohnen" und der Caritas hat Wien rasch, unbürokratisch und schrittweise zusätzliche Plätze in Nachtquartieren, Tageszentren und spezielle Angebote für Frauen mit Kindern eingerichtet. Im Verlauf des Winters konnten so knapp 250 Plätze zur Verfügung gestellt werden", zieht Sozialstadträtin Wehsely eine erste Bilanz. "Das Winterpaket hat gewirkt, 1.200 Personen konnten untergebracht werden. Die Stadt Wien nimmt soziale Notlagen sehr ernst. Im Zuge einer zunehmenden Armutszuwanderung aus Südosteuropa braucht es aber auch eine ernsthafte Suche nach gemeinsamen Lösungen auf bundesweiter und europäischer Ebene. Dieser Herausforderung stellen wir uns", ergänzt Birgit Hebein, Sozialsprecherin der Grünen Wien.

Über das gesamte Jahr stehen knapp 400 vom Fonds Soziales Wien (FSW) geförderte Nachtquartiersplätze zur Verfügung, in den Wintermonaten werden diese Kapazitäten ausgeweitet. Derzeit liegen sie bei über 600 Plätzen. Beim FSW wurde den ganzen Winter über die Auslastung der Notquartiere täglich geprüft und bei steigendem Bedarf gemeinsam mit dem Roten Kreuz, dem Arbeitersamariterbund, "wieder wohnen" und der Caritas stufenweise zusätzliche Schlafplätze bereitgestellt. Darüber hinaus wurden im Haus Kastanienallee von "wieder wohnen" zusätzliche Akutplätze für Familien mit Kindern geschaffen. Dieser Stufenplan wird seit Dezember 2012 umgesetzt.

"Wien zeigt soziale Verantwortung: Rund 48 Millionen Euro im Jahr stellt die Stadt jährlich für die Wiener Wohnungslosenhilfe zur Verfügung. Für die zusätzlichen Wintermaßnahmen werden zusätzlich rund 500.000 Euro aufgewendet", hebt Sozialstadträtin Wehsely hervor und bedankt sich bei allen beteiligten Organisationen für ihr Engagement. Diesem Dank schließt sich auch Hebein gerne an: "Ohne den Einsatz aller Beteiligten, der Betreuungseinrichtungen, der streetwork und des Fonds Soziales Wien, wäre es nicht möglich gewesen, auch heuer wieder in einer Stadt zu leben, in der niemand erfriert. Das ist gut".

Zusätzliche Kapazitäten auch in der Tagesbetreuung

Auch für die Tageszentren wie JOSI und Gruft bedeutet die Winterzeit einen vermehrten Andrang. Tageszentren sind Einrichtungen, in denen akut obdachlose Menschen sich tagsüber aufhalten, duschen, Wäsche waschen und kochen können. Um die bestehenden Einrichtungen zu entlasten, stellte der Arbeiter-Samariterbund Wien eine Räumlichkeit am Enkplatz als provisorisches Tageszentrum zur Verfügung. 60 Frauen und Männern konnten sich bis Ende März dort untertags verpflegen und bei warmen Getränken aufwärmen.
Über die Maßnahmen der Wiener Wohnungslosenhilfe, ehrenamtliches Engagement und Spendenmöglichkeiten an die Hilfsorganisationen informiert auch die Website http://wohnen.fsw.at/winter_2012-2013/.

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