Pirklhuber zu EU-Saatgutverordnung: Landwirtschaft braucht Vielfalt und keine Uniformität

Grüne starten Initiative für gemeinsame österreichische Position im Nationalrat

Wien (OTS) - Heuer soll eine EU-Saatgutverordnung auf den Weg gebracht werden. Obwohl noch kein offizieller Entwurf vorliegt, zirkulieren Diskussionspapiere der Kommission. Demnach könnten die neuen Regelungen seltene und alte Sorten bedrohen. Alte Sorten und seltene Sorten wären besonders gefährdet, wenn der freie Tausch von Saatgut durch die neue Gesetzeslage verboten würde und alle Sorten einer kostenpflichtigen Zulassung unterworfen wären. Sollte für die Zulassung noch das Prinzip der Uniformität, also Gleichheit der Produkte, vorgeschrieben sein, so würde das das Ende für den überwiegenden Teil dieser Pflanzen bedeuten. Der Entwurf der neuen Saatgutverordnung liegt jedoch noch nicht offiziell vor.

"Wir Grünen arbeiten an einer gemeinsamen österreichischen Position, die eindeutig klar macht, dass die neue Saatgutverordnung nicht die Vielfalt der Pflanzen gefährden darf. Einen diesbezüglichen Antrag werden wir im kommenden Nationalrat einbringen. Es wäre absurd, wenn wir einerseits Biodiversitätsziele formulieren und dann, auf der anderen Seite, Pflanzenvielfalt torpedieren. Die Landwirtschaft braucht keine Einheits-Pflanzen, sondern Vielfalt. Ich gehe davon aus, dass uns hierbei auch die anderen Parteien unterstützen werden", erklärt Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.

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