AK zur März-Inflation: Wohnen muss billiger werden!

Wien (OTS) - Die Inflation sank zwar im März. Aber: Wohnen und Essen sind weiterhin die Hauptpreistreiber. "Die Menschen spüren in ihrem Geldbörsel, wie teuer ihre Miete und das Einkaufen sind", sagt AK Direktor Werner Muhm. "Bei den Preisen läuft etwas schief. Wir fordern gerechte Preise, damit Leben und Wohnen leistbar sind", so Muhm. "Wohnen muss billiger werden, und im Energie- und Lebensmittelbereich muss endlich eine Beweislastumkehr kommen."

Die privaten Mieten sind im Vergleich zu März 2012 um 3,8 Prozent teurer geworden. Ein Fünftel der Gesamtinflation wird von Wohnen, Wasser und Energie verursacht. "Die Mietenerhöhungen führen zu einem Inflations-Mietenkarussell, da auch die inflationsbedingten Mietenerhöhungen selbst wieder die Inflationsrate erhöhen", sagt Muhm.

Auch die Teuerungen bei den Lebensmitteln (2,6 Prozent) liegen über der Inflation. Besonders angestiegen sind im Jahresvergleich zum Beispiel die Preise von Grundnah-rungsmitteln wie etwa Brot und Getreideerzeugnissen (plus 3,2 Prozent), sortenreinem Pflanzenöl (plus 7,1 Prozent), Fleisch (plus 5,5 Prozent).

"Gerade jene Kosten, denen die Menschen nicht ausweichen können, sind stark angestiegen", so Muhm. "Das geht ganz schön ins Geld. Daher müssen die Konsumenten und Konsumentinnen entlastet werden." Die AK verlangt daher:

1 Wohnen muss billiger werden
+ Ausweitung des sozialen Wohnbaus

+ Wohnbauförderung und Rückflüsse der Fördermittel wieder zweckwidmen, um den Wohnbau anzukurbeln

+ Reform des Mietrechts: Die AK fordert eine Reform des Mietrechts mit klaren Mietzins-Obergrenzen bei den privaten Mieten, weniger Zuschlägen zur Miete, weniger Befristungen und sinkenden Betriebskosten.

+ Maklerkosten soll der Vermieter zahlen

2 Beweislastumkehr muss kommen
Die AK wird nicht locker lassen, die Beweislastumkehr in hochkonzentrierten Branchen wie im Energie- und Lebensmittelbereich einzufordern, auch wenn der Nationalrat der Gesetzesvorlage eine Abfuhr erteilt hat. Damit müssen die Unternehmen beweisen, dass die Preise gerechtfertigt sind.

3 Monitoring durch die Bundeswettbewerbsbehörde
Die Bereiche Lebensmittel und Energie müssen von der Bundeswettbewerbsbehörde in das neue Instrument des Monitorings aufgenommen werden - und das möglichst rasch. Die Unternehmen müssen wissen, dass ihnen auf die Finger geschaut wird.

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