Richtwerte für Mieten in Wien müssen angehoben werden

Steigende Verunsicherung bei den Vermietern führt zu einem immer höher werdenden Anteil an befristeten Wohnungsvergaben

Wien (OTS) - Die aktuelle Auswertung der AK, bei der auf Basis einer kleinen Stichprobe mit ausgewählten 150 Altbauwohnungen ohne weiteres Datenmaterial auf den Cent genau berechnet wird, um wie viel die Wohnungen zu teuer angeboten werden, ist wenig repräsentativ und aus den Daten kann keineswegs ein Überblick über den Gesamtwohnungsmarkt gezogen werden. Dennoch kann man aus dem Material einige Rückschlüsse ziehen.

Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe der Wiener Immobilientreuhänder: "Die Richtwerte bei Wiener Altbauwohnungen sind eindeutig zu niedrig und müssen im Zuge einer Änderung im Mietrecht angehoben werden. Wien hat den zweitniedrigsten Richtwert in Österreich und dieser liegt mit 5,16 Euro z.B. mehr als 50 % unter jenem aus Vorarlberg. Auch die Wiener Gemeindewohnungen werden aktuell um den Richtwert vermietet, obwohl Bau und Erhaltung dieser Gebäude und Wohnungen massiv durch Steuergelder gefördert werden. Dass ein privater Vermieter, der die Mieteinnahmen versteuern muss, die Investitionen aus der eigenen Tasche bezahlen muss und das gesamte Risiko selbst trägt nicht mit dem Richtwert auskommen kann, ist logisch. Daher versuchen einige Vermieter über die Zuschläge ihre Kosten zu decken!"

Die ständige Diskussion um die Höhe der Zuschläge führt dazu, dass viele Vermieter im Althauswohnbereich extrem verunsichert sind und daher ihre Wohnungen nur noch befristet vermieten. Pisecky: "Eine stabile Neuregelung wäre sinnvoll, da man damit auch wieder mehr unbefristete Wohnungsvermietungen schaffen würde!"

Pisecky abschließend: "In Österreich sind gerade einmal 9 % aller Wohnungen nach dem Richtwert geregelt. Über 60 % der Österreicher sind sogar Eigentümer ihrer vier Wände. Die ständige Kritik der AK an den Zuschlägen in diesem kleinen Segment löst nicht das Gesamtproblem, dass es insgesamt zu wenige Wohnungen gibt bzw. viele Menschen in Österreich zu günstig wohnen und damit die Miethöhe bei Neuvermietungen nach oben getrieben wird!"

Rückfragen & Kontakt:

Michael Pisecky
Obmann Immobilien- und Vermögenstreuhänder
Fachgruppe Wien
Tel.: 01 514 50 3762
Email: michael.pisecky@sreal.at

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