Vier Jahre Wiener Gesundheitsförderung

Für ein gesundes Leben in einer gesunden Stadt

Wien (OTS) - Wien ist zu Recht stolz auf sein Gesundheitswesen, in dem alle Menschen unabhängig von Einkommen, Alter, Herkunft oder Geschlecht die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten. Bund, Länder und Sozialversicherungen haben sich im Zuge der Gesundheitsreform darauf geeinigt, das Gesundheitswesen in Österreich ab 2014 auf neue Beine zu stellen. Wien war von Anfang an aktiver Partner in den Verhandlungen und hat auch seine Hausaufgaben bei der Umsetzung gemacht, vorletzte Woche ist die entsprechende 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern vom Landtag verabschiedet worden. Die Gesundheitsförderung nimmt hier einen wichtigen Stellenwert ein, der im Zuge der Gesundheitsreform gestärkt wird. "Länger Leben bei guter Gesundheit" ist eines der Kernziele der Gesundheitsreform. Daher wird auf Landesebene ein gemeinsamer Gesundheitsförderungsfonds eingerichtet. Der Fonds wird für ganz Österreich mit insgesamt 150 Millionen Euro für zehn Jahre dotiert und finanziert Gesundheitsförderungs- und Präventionsprojekte.

"Wien setzt auf Gesundheitsförderung für seine BürgerInnen. Das trägt zur Lebensqualität unserer Stadt entscheidend bei", erklärt Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely im Rahmen der Pressekonferenz anlässlich des vierjährigen Bestehens der Wiener Gesundheitsförderung. "Auch in der Gesundheitsförderung geht es der Stadt darum, Chancengleichheit herzustellen. Viele, die sich bislang nicht darum gekümmert haben, erfahren durch die Aktivitäten der Wiener Gesundheitsförderung mehr über Wege zu einem gesünderen Leben. Wir wollen gezielt jene Bevölkerungsgruppen erreichen, die einerseits weniger gesundheitsorientiert sind und andererseits häufiger gesundheitlich belastenden Rahmenbedingungen ausgesetzt sind", so Wehsely weiter.

Die Wiener Gesundheitsförderung - WiG wurde Anfang 2009 auf Initiative von Stadträtin Wehsely als gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Wien gegründet. Aufbauend auf die damals in verschiedenen Stellen der Stadt bereits bestehenden Aktivitäten wurden die gesundheitsfördernden Kompetenzen in der Stadt zentral gebündelt und eine Ansprechpartnerin sowie Kompetenzstelle für Gesundheitsförderung in Wien etabliert.

Gesundheitliche Chancengleichheit

Untersuchungen zum Zusammenhang von Bildung und Gesundheit belegen, dass Personen mit höherem Bildungsniveau einen erheblich besseren Gesundheitszustand und auch eine höhere Lebenserwartung aufweisen als Personen mit niedrigerem Bildungsniveau. "Um den Auftrag der Wiener Gesundheitsförderung zu erfüllen, setzen wir die Schwerpunkte auf die Bezirksebene sowie bei den Zielgruppen auf Kinder, Jugendliche sowie SeniorInnen", erläutert Geschäftsführer Dennis Beck. Im Zentrum der Aktivitäten stehen daher sozioökonomisch benachteiligte Menschen, die über weniger oder nicht ausreichende Ressourcen verfügen, um die eigene Gesundheit zu stärken und zu fördern. Über Veränderungen an den verschiedenen Lebenswelten will die Wiener Gesundheitsförderung mit ihren Maßnahmen die gesunde Wahl zur leichteren Wahl machen - für möglichst alle Wienerinnen und Wiener.

Schwerpunkt "Gesunde Bezirke"

Fünf Bezirke wurden anhand sozioökonomischer Daten als Schwerpunkt-Bezirke ausgewählt. Im Rahmen der Aktivitäten dieser fünf "Gesunden Bezirke" Leopoldstadt, Margareten, Favoriten, Ottakring und Brigittenau wurden in den vergangenen zweieinhalb Jahren 30.000 Menschen erreicht. Unter der Vielzahl unterschiedlicher partizipativ entstandener Aktivitäten finden sich Gesundheitsbeauftragte im Gemeindebau, Initiativen von BezirksbewohnerInnen (z.B. Gesundheitsdetektive, Blumenbeete im öffentlichen Raum, Sommer im Hof, gesundes Kochen zum Mitmachen), eine Jugendgesundheitskonferenz sowie GesundheitsbotschafterInnen u.a. Über Vernetzungsaktivitäten wurde Gesundheitsförderung zum Bezirksthema. So wurden und werden gemeinsam Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.

Schwerpunkt Kinder und Jugendliche

Eine Hauptzielgruppe der Gesundheitsförderung sind Kinder und Jugendliche. Gerade im Kindes- und Jugendalter werden Kompetenzen zur Erhaltung der Gesundheit erworben und gesundheitsrelevante Verhaltensweisen verfestigt. Im Rahmen des Projekts "Wiener Netzwerk Kindergartenverpflegung - WiNKi" wird deshalb in allen Wiener Kindergärten gesundes Essen gefördert. Dazu wird eng mit den VerpflegungsanbieterInnen zusammengearbeitet. Aber auch die Kinder selbst und die Eltern sind in die Umsetzung eingebunden.
Auch die Schule ist ein wesentlicher Ort, in dem die Gesundheitsförderung einen positiven Beitrag zu einer gesunden Entwicklung beitragen kann. Das Wiener Netzwerk Gesundheitsfördernde Schulen (WieNGS) unterstützt und fördert die teilnehmenden Schulen bei der Ideenfindung, Planung und Umsetzung der jeweils für sie passenden Gesundheitsförderungsprojekte. Ergänzend werden auch Schwerpunktprojekte durchgeführt "Sporting Chefs" bietet etwa bewegungsfördernde Kurse speziell für übergewichtige Volksschulkinder im Regelunterricht bzw. in der Nachmittagsbetreuung. Im Rahmen dieses Programms setzen sich die Kinder neben der Bewegung auch mit den Themen Ernährung und seelische Gesundheit auseinander.

Schwerpunkt SeniorInnen

Gesundheit ist ein zentrales Thema für Menschen aller Altersstufen. Hier setzt die Gesundheitsförderung an, indem sie Stärken fördert und auf vorhandene Ressourcen aufbaut. Denn jede und jeder von uns trägt gesunde Anteile in sich. Ältere Menschen sollen so die immer länger werdende Phase des Alt-Werdens und des Alt-Seins möglichst lange gesund erleben. Regelmäßige körperliche, geistige und soziale Aktivität, gesunde Ernährung und die Stärkung sozialer Netzwerke tragen maßgeblich zu einem gesunden Altern bei. Deswegen stehen etwa im Rahmen des Projekts "Gesunder Klub" mehrmals pro Woche gesundheitsförderliche Aktivitäten auf dem Programm der teilnehmenden Pensionistenklubs der Stadt Wien. Der Bogen spannt sich dabei von Tanzen über virtuelles Bowling bis hin zu Gedächtnistraining oder der gesunden Jause.

Bei den Menschen, mit den Menschen

Die Wiener Gesundheitsförderung kooperiert mit anderen Einrichtungen und vernetzt auch die Wiener Selbsthilfegruppen, um in ganz Wien eine Vielzahl an unterschiedlichen Maßnahmen und Aktivitäten umzusetzen. Zusätzlich werden im Jahr rund 60 Gesundheitsförderungsprojekte gefördert. Jährlich werden so bei verschiedenen Veranstaltungen, Gesundheitstagen, Bädertouren und Touren durch Einkaufszentren rund 200.000 Menschen erreicht. Unmittelbar bevor steht die Frühlingstour der Wiener Gesundheitsförderung. Ab Anfang Mai werden neun Wiener Märkte besucht, um die Wienerinnen und Wiener mit gesunden Botschaften zu erreichen.

Die Wiener Gesundheitsförderung leistet einen sichtbaren, erlebbaren und vor allem nachhaltigen Beitrag zu noch gesünderen Lebensverhältnissen und Lebensweisen in der Stadt Wien. So kann die Gesundheit der in Wien lebenden Menschen - subjektiv und objektiv -gesteigert werden. Einen umfassenden Überblick bietet die Website www.wig.or.at

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Johann Baumgartner
Mediensprecher Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely
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