FPÖ-Obermayr: Riesen-LKW haben auf Europas Straßen nichts verloren!

EU Kommission will grenzüberschreitenden Einsatz von Gigalinern ermöglichen

Wien (OTS) - Die Arbeit der Heerscharen von "Gigaliner Lobbyisten" zeigt anscheinend Wirkung, die EU-Kommission plant neue Vorgaben für Lang-LKW. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas brüstet sich geradezu damit, dass es keine Richtlinie gebe, die den grenzüberschreitenden Einsatz von Gigalinern verbieten würde. Dabei wäre es gerade seine Aufgabe für eine derartige Richtline zu sorgen", kritisiert der freiheitliche Europaabgeordnete Mag. Franz Obermayr. Bereits vor zwei Jahren brachte Obermayr einen schriftlichen Antrag im EU-Parlament ein, damit Rat und Kommission dahingehend tätig werden. "Mein damaliger Antrag wurde von den österreichischen SP-Abgeordneten im EU-Parlament überhaupt nicht unterstützt und ist auch an Frau Bures in Österreich offensichtlich vorbeigegangen", so Obermayr.

Mit dem sogenannten Gigaliner Lang-LKW steuert Brüssel nicht nur verkehrssicherheitstechnisch (längerer Überholweg + schlechtere Sicht = erhöhte Unfallgefahr) sondern auch klimapolitisch gegen die Wand. Denn Studien belegen, dass eine Zulassung von diesen "Monster-Lastwägen" zu einer massiven Verlagerung des Gütertransports von der Schiene auf die Straße führen würde. Darüber hinaus würden die für derartig schwere und große LKW notwendige Verstärkung von Brücken, Straßen bzw. der Ausbau von Pannenplätzen Milliarden an Steuergeldern verschlingen. Hinzu kommt, dass die Riesen-LKW für den innerstädtischen Verkehr nicht geeignet sind. Ob Kreisverkehre, zu enge Kurven, Tunnels oder Brücken - viele Straßen sind für Lastkraftwagen dieser Dimension nicht ausgelegt - was obendrein zusätzliche Fahrten zur Folge hätte, damit die Waren schlussendlich ihren Zielort erreichen. "Am Ende haben wir nicht weniger LKW auf der Straße, sondern noch mehr Fahrzeuge und eine insgesamt noch schlechtere CO2-Bilanz. Große Transportvolumina gehören nicht auf die Straße, sondern auf die Schiene", so Obermayr abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0004