Solarinitiative: Energie AG nimmt in Timelkam offiziell die ersten Bürgerkraftwerke in Betrieb

Die Energie AG ist seit Jahrzehnten Photovoltaik-Vorreiter. Am Saamstag wurde das größte Kraftwerk der Solarinitiative in Timelkam stellvertretend für die anderen Standorte eröffnet.

Timelkam / Linz (OTS/Energie AG) - Die Energie AG zählt seit Jahrzehnten zu den Vorreitern bei der Nutzung von Sonnenenergie zur Stromerzeugung. Höhepunkt war die Errichtung von Österreichs größtem Photovoltaik-Forschungskraftwerk in Eberstalzell im Jahr 2010, im Jubiläumsjahr setzte die Energie AG diese Solarinitiative fort. Die Energie AG hat die Aktion "Solarenergie für Oberösterreich" mit zehn neuen, dezentralen Photovoltaik-Kraftwerken zur Bürgerkraftwerksaktion gemacht und allen Kunden die Möglichkeit gegeben, die Errichtung der neuen Sonnenkraftwerke zu unterstützen. Heute wurde das größte Kraftwerk der Solarinitiative in Timelkam stellvertretend für die anderen Standorte eröffnet. Am Tag der Sonne, Samstag, 4. Mai, findet eine zweite Eröffnung für die derzeit noch in Bau befindlichen Kraftwerke in St. Florian statt.

Seit mehr als 120 Jahren ist die Energie AG das Bindeglied zwischen Tradition und Innovation. Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten auch Vorreiter bei der Nutzung von Sonnenenergie zur Stromerzeugung:

  • vor mehr als 20 Jahren wurde am Loser im Ausseer-Land das höchstgelegene Sonnenkraftwerk der Ostalpen in Betrieb genommen
  • an der Südseite der Konzernzentrale befindet sich seit 2008 Österreichs größtes fassadenintegriertes Photovoltaik-Kraftwerk
  • seit Sommer 2010 liefert das größte Photovoltaik-Forschungskraftwerk des Landes mehr als 1 Million Kilowattstunden Strom pro Jahr

Die Energie AG hat aufbauend auf das allgemeine große Interesse an der Photovoltaik ihre Solarinitiative fortgesetzt. Mit der Aktion "Solarenergie für Oberösterreich" hatte jeder Kunde im Gebiet der Energie AG Oberösterreich Netz GmbH die Möglichkeit, die Errichtung größerer Photovoltaik-Kraftwerke - ohne Investitionsrisiko - zu unterstützen.

"Wir wissen, dass viele unserer Kunden an Sonnenenergie interessiert sind und die Energieerzeugung der Zukunft unterstützen wollen", sagt Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner, "der rege Zuspruch zu unserer Aktion bestätigt das eindeutig."

Die Energie AG hat, wie angekündigt, im gesamten Versorgungsgebiet an geeigneten Standorten Photovoltaik-Anlagen errichtet. Derzeit stehen zehn Anlagen vor Baubeginn, sind bereits in Bau oder schon in Betrieb. Sie erreichen jetzt ein Leistungsvolumen von über 1.000 kWp, in Summe sind rund 1.200 kWp geplant. Die installierte Gesamtleistung aller Anlagen zusammen ist somit größter als jene des "SolarCampus der Energie AG" in Eberstalzell.

Die Standorte der auf Dachflächen montierten Energie AG-Bürgerkraftwerke sind:

  • Großarl: 195 kWp, vor Baubeginn, Fertigstellung September 2013
  • Großraming: 28 kWp, fertiggestellt und am Netz
  • Kremsmünster: 50 kWp, vor Baubeginn, Fertigstellung Mai 2013
  • Ostermiething: 34 kWp, in Bau, Fertigstellung Juni 2013
  • Rohrbach (Landeskrankenhaus): 50 kWp, vor Baubeginn, Fertigstellung Mai 2013
  • St. Florian: 47 kWp, in Bau, Fertigstellung Mai 2013
  • Ternberg: 47 kWp, fertiggestellt und am Netz
  • Timelkam (einzige Freiflächenanlage): 399 kWp, fertiggestellt und am Netz
  • Waldneukirchen: 49,98 kWp, fertiggestellt und am Netz
  • Wels (AVE Gelände): 189 kWp, vor Baubeginn, Fertigstellung Mai 2013

Neue Standorte gesichert - weitere Unterstützung möglich

Die Bauarbeiten an den Solarkraftwerken im Zuge der Aktion "Solarenergie für Oberösterreich" verlaufen nach Plan, auch die Nachfrage nach den Anteilspaketen ist nach wie vor groß: Bis auf die noch neuen Standorte Kremsmünster, Großarl und St. Florian sind alle Unterstützungspakete genutzt. Jeder Kunde im Energie AG Netzgebiet kann die Initiative mit entweder 1, 1/2 oder 1/4 kWp unterstützen. 93 Prozent der Kunden entscheiden sich für den größten möglichen Anteil mit 2.800 Euro den Bau der Sonnenkraftwerke. Das Geld erhalten die Unterstützer über 13 Jahre lang mit einer Verzinsung von 3,3 Prozent zurück. Bei den kleineren Unterstützungspaketen werden Gesamtbetrag und Rückzahlung aliquotiert.

Größter Standort Timelkam bereits in Betrieb

Seit November des Vorjahres ist das Photovoltaik-Kraftwerk Timelkam bereits in Probebetrieb. Timelkam ist der größte Standort des Ausbauprogramms. Die Photovoltaik-Paneele haben eine Leistung von 399 kWp und wurden auf der ehemaligen Aschehalde des thermischen Kraftwerks installiert.

Stellvertretend für mehrere Standorte fand deshalb heute in Timelkam die erste Eröffnungsfeier statt, bei der eine Tafel mit den Namen der Unterstützer der Photovoltaik-Initiative enthüllt wurde. Gleichzeitig erhielten alle Unterstützer eine Urkunde, die ihr Engagement belegt, sowie eine Haustafel, mit der die Unterstützung der Initiative "Solarenergie für Oberösterreich" auch nach außen demonstriert werden kann.

Bei den Photovoltaik-Anlagen, die im Zuge der Aktion "Solarenergie für Oberösterreich" errichtet werden, setzt die Energie AG auf ein klassisches Design: "Zum Einsatz kommt erprobte Technologie mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und langer Haltbarkeit", sagt Windtner.

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer:
Oberösterreich ist Vorreiter bei der Nutzung der Sonnenenergie

Energie ist eines der bestimmenden Zukunftsthemen. Oberösterreich setzt auf erneuerbare Energie und Energieeffizienz. Dabei gilt es nicht nur die Potentiale in der Wasserkraft auszuschöpfen, die Erzeugung und Speicherung mittels Pumpspeicherkraftwerken voranzutreiben und die Biomasse auszubauen, sondern auch die Möglichkeiten für Windkraft und die Nutzung der Sonnenenergie -Photovoltaik zur Erzeugung von elektrischem Strom und Sonnenkollektoren zur Warmwasseraufbereitung - bestmöglich zu nutzen.

Mit der Photovoltaik-Initiative setzen wir ein Zeichen: Es ist einzigartig - bereits bestehende, bisher ungenützte Flächen-Ressourcen wie z.B. Dächer, für die Gewinnung von sauberer, erneuerbarer Energie heranzuziehen. Das Land und die Gemeinden, aber auch Betriebe können hier mit großen, bislang ungenutzten Dachflächen einen wesentlichen Beitrag zur Nutzung der Sonnenenergie leisten.

Energielandesrat Rudi Anschober:
In Oberösterreich geht die Sonne auf

Oberösterreich hat als erste Region Europas die Energiewende, die vollständige Umstellung der Energieerzeugung bei Raumwärme und Strom bis 2030 auf Erneuerbare Energieträger, beschlossen. In den allermeisten Bereichen wird dieses Ziel erfolgreich schrittweise umgesetzt. In Oberösterreich soll die Sonne aufgehen - das gelingt uns schon sehr gut bei der Solarwärme und diesen Erfolg haben wir bei der Ausbauoffensive auch bei Solarstrom wiederholt. Heute sind mehr als 9.000 Sonnenkraftwerke in Oberösterreich in Betrieb. Sie erzeugen bereits Strom für 25.000 Haushalte. 2013 soll das bisherige Rekordjahr des Ausbaus der Photovoltaik in Oberösterreich werden -bis 2020 wollen wir den Anteil von Sonnenstrom am Gesamtstromverbrauch auf 10 Prozent anheben. Die Bürgerkraftwerke der Energie AG sind dabei ein wesentliches Instrument, die notwendige Breitenwirkung zu erreichen: Damit können auch Bürger, die kein geeignetes Hausdach besitzen, zu Produzent von Solarstrom werden.

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Michael Frostel MSc
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